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>> Kellerei Nals Margreid | Markus Scherer

26/10/2011

Kellerei Nals Margreit | Markus Scherer Architekt

Weintrinken ist en vogue, Weinseminare haben Konjunktur, Weinkulturreisen sind in – Wein ist zum Synonym für Genuss geworden. Qualität ist gefragt und wird auch honoriert. Das tut der Weinwirtschaft gut, aber es fordert sie auch.

Weinliebhaber, gerade auch die jüngeren, wollen inzwischen den Wein und seine Herkunft mit allen Sinnen erleben und genießen. Viele Winzer lokaler und  internationaler Anbaugebiete, haben sich schon darauf eingestellt. Die erzielte Aufmerksamkeit und Anerkennung gibt ihnen Recht.

Eigentlich keine neue Entwicklung: Weingüter haben über Jahrhunderte ihre Produkte mit schönen Bauten und herrschaftlichen Residenzen zwischen Bordeaux, der Toskana, dem Rhein,.. gefeiert. Diese Anwesen sind oft auch heute noch touristische Attraktionen. Stolz zieren sie die Logos der Weingüter und prägen den Charme der Weinorte mit.

Jetzt entstehen überall ambitionierten Neu-, Um- und Anbauten, die die großte Tradition aufgreifen. Heute gibt es überall zwischen Napa Valley, Australien, Chile, und natürlich auch der alten Welt, Neues zu entdecken.

Die Winzer der Gegenwart stellen nicht nur an ihre Weine höchste Ansprüche, sondern auch an deren Produktionsstätten. Alte Weinpressen und große Fässer haben ausgedient und wurden von blitzblanken Edelstahltanks und stimmungsvollen Barrique-Kellern abgelöst.

Einen guten Wein genießt man am besten in einem stilvollen Ambiente, das zugleich Aushängeschild des dargebotenen Weines ist. Viele Weingüter öffnen sich nach außen, eine junge Winzergeneration rückt nach und mit ihr wird auch die Architektur des Weingutes überdacht. Eine neue Weinarchitektur hat sich etabliert, eine Architektur die Traditionelles mit Modernem verbindet, genau wie im Weinberg.

Weine von hervorragenden Einzellagen entlang der gesamten Weinstraße Südtirols prägen seit Jahrzehnten diesen Betrieb: die Kellerei Nals Margreid.

Dank des neuen Aus- und Zubaus werden ab dem Erntejahr 2011 alle Aktivitäten in der erweiterten und architektonisch bereicherten Struktur in Nals gebündelt.

„Wir können in unseren neuen Gebäuden erstmals alle Kräfte bündeln und mögliche Synergien nutzen. Ab 2011 erfolgt die gesamte Verarbeitung der Trauben in Nals, vorher wurde auch im Ansitz Baron Salvadori in Margreid eingekeltert“.  Die zwischen Margreid und Nals verstreuten Einzellagen bekommen durch den strukturellen Wandel erstmals eine gemeinsamte Heimat.

Für das Direktions-Duo war bei der Ausschreibung des Umbaus eines klar: Es sollte ein Zweckbau werden. „Die technischen Anforderungen wie die Verkürzung der Arbeitswege, das Arbeitsklima und die Zusammenführung aller Einheiten haben wir ein Jahr lang gemeinsam mit Architekt Markus Scherer studiert. Er sollte dem Bau dann noch die ansprechende Hülle geben. Das ist ihm zweifelsohne gelungen“, so Gottfried Pollinger.

Nach außen präsentiert sich Nals Margreid mit einer modernen Hülle, einem kantigen Dachkörper, der trotz enormer Tragweite Leichtigkeit ausstrahlt. Restauriert wurden die traditionsreichen Gewölbekeller und neu sind die Keller für die Stahltanks und der ansprechende Barriquekeller.

>> Cantina Antinori | Projekt

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One Comment leave one →
  1. 04/11/2011 11:36

    Ein super Entwurf für die Kellerei. Sieht toll aus, ist extravagant und passt perfekt in die Landschaft. Bin echt beeindruckt! VG

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