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>> Steve Jobs als Bauherr vorm Stadtrat __

23/06/2011

The mothership has landed

Steve Jobs | Apple Headquarter by Norman Foster

„amazing“, „awesome“, „incredible“, „the best … in the world“ kennt man Steve Jobs Keynotes, die legendären und retorisch brillianten Präsentationen zu den neuesten Apple Produkten, so weiss man, daß mit Enthusiasmus nicht gespart wird. Seine Auftritte sind legendär. Wenn Steve Jobs, meist in San Francisco, die Bühne betritt, vibrieren Sporthallen oder Konferenzsäle. Weltweit fiebern dann Apple-Jünger an Macbooks und mittlerweile iPads mit. Die Hauptmeldung spart sich der Meister jeweils bis zum Ende auf. Wenn er nach 20 Minuten Geplauder dann beiläufig „oh, here’s one more thing“ schnarrt, wissen die Techies: Jetzt verkündet er den neuen Megaseller.

Insofern kommt Jobs im hier geposteten Video ungewöhnlich schnell auf den Punkt. Aber Materie und Zuhörerschaft sind ja auch andere als sonst. Jobs spricht hier nämlich vor den Mitgliedern des Cupertino City Council. Und er stellt auch kein neues Mobilfunk-Gadget vor, sondern ein Bürogebäude, das, laut Jobs, mit zum Spannendsten gehören dürfte, was in den nächsten Jahren in den USA gebaut wird. Apple baut einen neuen Firmensitz – und will natürlich, so Jobs, nicht weniger schaffen als „das beste Bürogebäude der Welt“ – awesome!

Ob es das wird? Mal abwarten. Die Form ist jedenfalls schon mal „iconic“: kreisrund, mit riesigem Grünbereich in der Mitte. Die Weisheit,“Wenn der Architekt nichts weiss, macht er einen Kreis“ ist in diesem Fall wohl nicht ganz so passend, denn niemand geringerer als Baron Norman Foster of Thames Bank ist für das Projekt verantwortlich.  12000 Mitarbeiter sollen hier 2015 einziehen. Daß sich Apple seine eigenen Gesetze macht und von niemanden Abhängig sein will findet auch in der Energielösung Ausdruck. Das geplante hauseigene Energie Center ist nicht etwa für etwaige Stromausfälle als Backup gedacht sondern umgekehrt: Falls das eigene Kraftwerk, der primäre und natürlich kosteneffizientere Energielieferant streikt, nutzt man das öffentliche Stromnetz als Backup – the mothership has landed!

Interessant ist indes auch die Klarheit, mit der das Video die Machtverhältnisse in Cupertino widerspiegelt. Hier die kleine Provinzgemeinde, da der Weltkonzern, der theoretisch überall siedeln könnte. Dass das so ist, lässt Jobs eine leicht kritische Fragerin klar spüren: Man zahle nicht zu knapp Steuern und beschäftige massig Leute in der Gegend, so Jobs. Das sei doch wohl mehr wert als das Gratis-W-Lan, das sie ihm aus den Rippen leiern will. Das sieht sie dann schnell auch so und beteuert, wie stolz man sei, Apple in der Stadt zu haben. (Dies weckt unter den Südtiroler Lesern vielleicht Erinnerungen an die Thun Märchenhügel-Diskussion [1] _ [2] oder an Foster’s Grödenprojekt [3] ). Interessant kann hier auch die erste Vorstellung Job’s zur Standortentscheidung im Jahr 2006 erscheinen.

„The new Apple HQ would be a huge, four-story donut-shaped building, designed to house 12,000 employees. Apple has 9,500 now, but only 2,600 are at One Infinite Loop with the rest spread out all over town in rented buildings, Jobs told the council. The land itself — purchased from Hewlett-Packard, where Jobs once had a summer job — would go from 20 percent landscaped to 80 percent, with 90 percent of the parking in a four-level underground garage.

There is lots and lots of glass in the proposed design, and it is all curved — “We know how to make the biggest pieces of glass in the world for architectural use,” Jobs said, based on the company’s bricks-and-mortar business.“ An dieser Stelle würde dieWerkBank gerne das Südtiroler Unternehmen nennen welches mit ihrem Know-how maßgeblich zum Bau der Apple-Store-Glas-Architektur beiträgt – leider verbietet dies aber Apple – was nicht so „awesome“ ist!

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