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>> New Italian Blood ________________

31/05/2010

Blaas by monovolume

new italian blood |2010

„I più interessanti progettisti Italiani con studio in Italia o all’estero nati dal 1973“

Nachhaltigkeit | Integration | Material [Video]

… ist die Siegerformel mit der das Bozner Architekturbüro monovolume die Juri von New Italian Blood überzeugte. Ähnlich den Auszeichnungen wie „40under40“ oder ReSource (USA) und das englishe Format „Young Architect of the Year“ werden mit new italian blood aufstrebende, in diesem Fall italienische Architekturbüros mit herausragenden Arbeiten ausgezeichnet. (die gesamte Top10 gibts am Ende des Artikels nachzulesen)

„Das Ganze kam für uns recht unerwartet. Wir wurden gefragt, ob wir beim Wettbewerb mitmachen möchten, haben dann unser Portfolio und Projekte eingesendet und plötzlich hieß es, wir werden mit dem 1. Platz prämiert.“ erklärt Architekt Juri Pobitzer, Partner und Gründungsmitglied von monovolume.

Blaas by monovolume

New Italian Blood bietet mit seinem jährlich stattfindenden Preis jungen Italienischen Architekturbüros eine Plattform und Bühne auf der sie sich mit ihren europäischen Kollegen messen und präsentieren können. Die Mission von New Italian Blood ist jedoch nicht die Förderung von Talenten, sondern vor allem die Suche nach transnationalen Zusammenarbeiten und die Verbindungen von Angebot und Nachfrage. Mittels Wettbewerben und der daraus folgenden Gegenüberstellung der herausragenden Ideen und Konzepte sollen neue wirtschaftliche Zusammenarbeiten ermöglicht werden.

Rendering by Monovolume

Abgesehen vom Wettbewerb und dem Kampf ums Ranking der Top 10 ist es New Italian Blood ein Anliegen, die Entwicklung der Bau-Kultur Italiens, deren  Möglichkeiten und Chancen im europäischen und internationalen Vergleich zu analysieren:

„Wärend bei der ersten Auflage der Preises noch 7 von 10 Büros im Ausland tätig waren, unter anderem in Paris Barcelona und London, haben heuer lediglich 3 ihren Sitz in Lissabon, London und Shanghai wärend sich ein viertes in Bozen befindet – einer zweifellos glücklichen Region, welche jedoch keineswegs die Norm Italiens rappresentiert.“ so NewItalianBlood auf ihrer Website – man könnte fast meinen Bozen läge ebenfalls im Ausland.

by monovolume

„Wir finden das Ganze sehr interessant und sind sehr erfreut, auch weil man als junges Büro, mal endlich eine Anerkennung für die harte Arbeit erhält und sieht wo man steht,“ so monovolume. „Vor allem erkennen wir, dass wir im Vergleich zu den anderen Teilnehmern, schon ein ganz schönes Stück Weg zurückgelegt haben und auf dem richtigen Weg sind. Wir finden den nationalen Vergleich der altersgleichen Büros für sehr wichtig, man lernt verschiedenste Arbeitsweisen, Motivationen, man lernt auch die Schwierigkeiten der anderen Büros in den diversen Regionen Italiens zu bauen kennen. Unterm Strich haben wir gesehen, dass wir in Südtirol ein großes Potential haben und dieses auch ausschöpfen können, wenn man nur hart genug arbeitet und kämpft“ zeigen sich Patrik Pedó und Juri Pobitzer von monovolume optimistisch.

Interior by monovolume

Jenseits des Talents und dem Bemühen, das jedes Büro aufbringt, bekommt die geografische und regionaler Ebene zunehmend an Bedeutung, meinen die Organisatiorn von New Italian Blood.  Allein aus diesem Grund ist Bozen symbolisch auf dem Spitzenplatz, während Siracusa am letzten Platz und das Mittelfeld von Parma, Turin, Rom und La Spezia belegt wird. „Si riconosce ovviamente l’originalità del sud ma anche la posizione di arretratezza oramai complicata da superare nonostante i miliardi di fondi europei piovuti sul mezzogiorno negli ultimi anni, che, per fortuna, termineranno presto.“

by monovolume

Das Fehlen jeglicher  „Italienischen Architektur-Schule“, als auch die Abwesenheit eines indentifizierbaren kritischen Denkansatzes, sei es im Norden Italiens als auch im Süden, und die zunehmende Beeinflussung von aussen, von bedeutenden Universitäten des restlichen Europas bzw. der USA – nicht zuletzt das Vorbild internationaler Meister  sind wiederkehrende Themen, die die Gewinner der ersten beiden Ausgaben des Preises verknüpfen.

Blaas by monovolume

Im Gegensatz zur nach wie vor lebendigen und innovativen italienischen Designszene, egal ob im Bereich Mode, Möbel- und Industriedesign und nicht zuletzt dem Automobildesign kann sich die Italienische Architektur – bis auf ganz wenige Ausnahmen – nur mehr mit den Federn der Vergangenheit schmücken – und patetisch auf die guten alten Zeiten zwischen Julius Caesar, Palladio, Mussolini und Aldo Rossi zurückblicken. Aufgrund  der offensichtlichen Krise der Italienischen Architektur verweist NewItalianBlood auf eine recht hitzig geführte, von Pier Luigi Celli entfachte Diskussion über Chancenlosigkeit und Unfähigkeit im aktuellen Italien:

Vor einiger Zeit, ermahnte Pier Luigi Celli, Direktor der Universität LUISS in Rom, in einem provokativen Brief an die Tageszeitung La Repubblica: „Figlio mio, lascia questo Paese“ –  mein Sohn, verlasse dieses Land!

>>“Figlio mio, lascia questo Paese“ La Repubblica

>> Reaktionen zum offenen Brief

I rigurgiti della nuova tangentopoli dei Lavori Pubblici confermano, se ce ne fosse stato bisogno, le premonizioni di Celli riguardo “una società divisa, rissosa, fortemente individualista, pronta a svendere i minimi valori di solidarietà e di onestà, in cambio di un riconoscimento degli interessi personali, di prebende discutibili; di carriere feroci fatte su meriti inesistenti”. E nonostante gli ottimi propositi dei politici, le riforme più volte annunciate e le varie leggi sul rientro dei cervelli nulla sembra smuoversi nel Bel Paese.
Lungi dal piangersi addosso i giovani architetti italiani, in patria o all’estero, combattono e vivono con ottimismo, lealtà e generosità, e non è poco in un momento difficile per i lavori pubblici e l’economia. Non soltanto vediamo calare esponenzialmente le cifre che lo Stato e le Regioni ogni anno investono sul territorio ma gli scandali e gli sprechi del G8 fantasma sardo e delle opere per le celebrazioni del 150° anniversario dell’Unità d’Italia lasciano l’amaro in bocca in chi ogni giorno compete e vive onestamente. Appalti integrati dove le imprese lucrano incontrollate, gare dove conta soltanto il portafoglio lavori e non la qualità del progetto, incarichi milionari affidati come consulenze dove contano soltanto amicizie politiche, assenza di concorsi anche per opere strategiche come il masterplan dell’Expo di Milano, sicuramente non aiutano a sorridere e a sperare.
Ma i giovani talenti non vogliono partire e, prima o poi, lo cambieranno questo Paese imbalsamato!

01 MONOVOLUME (Bolzano)
Patrik Pedò 73, Juri Pobitzer74
02 ECOLOGICSTUDIO (Londra)
Claudia Pasquero 74, Marco Poletto 75
03 MARC (Torino)
Michele Bonino 74, Subhash Mukerjee 74
04 MARAZZI ARCHITETTI (Parma)
Davide Marazzi 74
05 3GATTI (Shanghai)
Francesco Gatti 73
06 FACTORY ARCHITETTURA (Roma)
Mariella Annese 76, Milena Farina 77
07 CONSOLE – OLIVA (Roma)
Alessandro Console 80 – Gina Oliva 80
08 TERNULLO MELO (Lisbona)
Chiara Ternullo 75, Pedro Teixeira de Melo 78
09 KK ARCHITETTI (La Spezia)
Simone Moggia 76, Tiziana d’Angelantonio 77, Giulio Pons 79, Paolo Lazzerini 81, Olivier Moudio 78
10 AION (Siracusa)
Andrea Di Stefano 73, Aleksandra Jaeschke 76
2 Kommentare leave one →
  1. 02/06/2010 10:49

    Sie sind ebenfalls kreativ und möchten auch gewinnen? Dann machen Sie doch mit unter http://www.konsequentconject.com/ beim Fotowettbewerb zum Thema „Bauen 2020 – Wie sehen Sie die Immobilienwelt in 10 Jahren?“. Foto schießen, mitmachen und coole Preise gewinnen!

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