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>> Idee Raum _____________________

09/03/2010

conzept + content by cxs

Ideen für den Raum| Idee per lo spazio

Fibel für gutes Wohnen| ein Abc Buch

Im Rahmen der Einrichtungsmesse Arredo und der parallel stattfindenden Kunstmesse KunStart veröffentlichte Die Stiftung der Architekten Bozen eine kleine Fibel über den Raum in dem wir leben. Ein handliches Softcover Booklet über Architektur, Raum und Wahrnehmung. Sein eigenes Exemplar der limitierten Kleinauflage kann man noch am kommenden Wochenende im  „Raum für Ideen“, dem hängenden Messepavillion der Stiftung der Architekten abholen.

Die Fibel, im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Fibel heute zum Synonym für ein mehr oder weniger umfassendes Sachbuch, Ratgeberbuch, Nachschlagewerk, Handbuch, Fachbuch, Kompendium  oder gar Lexikon. Der Vorläufer der heutigen „Fibeln“ stammt aus dem Mittelalter und hieß Abecedarium. Es war eigentlich ein alphabetisch geordnetes Schulbuch zur übersichtlichen Vermittlung einfachster Sachverhalte bzw. zum Erlernen des Alphabetes.

Eine Fibel ist heute meist ein bebildertes Anfänger-Lesebuch, speziell für Kinder zum Lesen lernen. Geläufig ist dabei die Bezeichnung ABC-Buch. Außer den elementaren Übungen zur Erlernung des Lesens enthalten die heutigen ABC Bücher jedoch einen weit reicheren Lesestoff, der in einfachen Sätzen, kleinen Beschreibungen, Erzählungen, Fabeln oder auch Gedichten verpackt ist.

Erst nach der Erfindung der Buchdruckerkunst sind die eigentlichen ABC Bücher entstanden; doch kannte auch das Mittelalter längst  ABC-Tafeln. Das älteste bekannte ABC Buch ist übrigens das niederdeutsche »Bökeschen vor de leyen unde kinder« (Wittenb. 1525). Es enthielt das Alphabet, die Zehn Gebote, das Vaterunser, das Glaubensbekenntnis und ferner die Zahlen.

Ganz anders das ABC Buch der Südtiroler Stiftung der Architekten. Zwar sind auch hier Sachverhalte einfach und auf wenige Sätze reduziert dargestellt, Funktionell wird die Idee „ABC Buch“  jedoch auf den Kopf gestellt. Das Alphabet dient lediglich als Orientierungssystem und ist gleichzeitig die ersehnte Eingrenzung, die vor allem dem Lesemuffel Mut gibt, ihn an der Hand nimmt und – Schritt für Schritt – an das bisher selten erblickte Ende eines Buches führt.  „Ideen für den Raum“ erhebt dabei weder Anspruch auf Vollständigkeit noch erwartet einem am Ende der große Showdown. Das zweisprachige, knapp 60 seitige Buch behandelt weder Stil, noch will es belehren – vielmehr wird Anhand von Wahrnehmungsgesetzen und menschlichen Bedürfnissen & Wünschen Lust aufs Experimentieren mit dem Raum gemacht. Ein lesegerechter Versuch zur Sensibilisierung der Bauherrschaft für Architektur.

Texte & Gestaltung: contexture studio

One Comment leave one →
  1. 11/03/2010 14:02

    sehr originell und doch so einfach!

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