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>> Winter Wonderland ______________

21/12/2009
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21. Dezember, Winterbeginn. Schneetreiben draußen vor den Fenstern, Stille breitet sich übers Land, eisiger Wind aus Sibirien läßt Europa vor Kälte erstarren, Südtirol kann auf weiße Weihnachten hoffen. Ein Wintermärchen – 3 Positionen – ein Vergleich:

Winter in der Schweiz | We do whatever it takes to make your holiday perfect

Charisma, authentische Selbstsicherheit und Ausstrahlung gepaart mit dem offenen Bekenntnis zu stereotypischen Wunschbildern machen diesen Werbespot zu etwas ganz besonderen. Es wird nicht die übliche heile Welt vorgegaukelt, vielmehr wird der Servicegedanke in den Mittelpunkt gestellt: die Befriedigung der romantisch verklärten Erwartung. Zu viel Ehrlichkeit? So viel Charme, Nonchalance, Natürlichkeit und Standhaftigkeit, umspielt von einer kräftigen Brise Humor und Selbstironie, verfehlt ihre entwaffnende Wirkung wohl kaum. Das Versprechen bleibt: We do whatever it takes to make your holiday perfect.

Winter in Tirol | Moments and Traces

Momente, Spuren und die großen Fragen des Lebens. Die Tiroler suchen ihre Spuren im Märchenhaften, schwenken weiter vom Archaischen ins Alltägliche und wieder zurück ins erhaben Mystische. Unaufgeregt vergehen die Momente die von jedem selbst mit Sinn erfüllt werden können. Ist es Poesie oder nur der stetige Fluß der Zeit? Fragen denen man sich dann in Tirol stellen kann – aber nicht muß. Die Antwort kennt nur der Wind.

Winter in Südtirol | ohne Titel

…oder „the sun always shines on TV“.

Südtirol verlässt sich in seinem Winter-Promofilm auf schöne Bilder,  einer lieblichen Melodie und viel Sonnenschein. Wie schwerelos gleitet man über die unendlichen menschenleeren Weiten einer verheisungsvollen Welt, dem gelobten Land, voller Reinheit und Licht … enthoben von Raum und Zeit.

Winterlandschaft | Christian Friedrich Hebbel

Unendlich dehnt sie sich, die weisse Fläche,
bis auf den letzten Hauch von Leben leer;
die muntern Pulse stocken längst, die Bäche,
es regt sich selbst der kalte Wind nicht mehr.

Der Rabe dort, im Berg von Schnee und Eise,
erstarrt und hungrig, gräbt sich tief hinab,
und gräbt er nicht heraus den Bissen Speise,
so gräbt er, glaub‘ ich, sich hinein ins Grab.

Die Sonne, einmal noch durch Wolken blitzend,
wirft einen letzten Blick auf’s öde Land,
doch, gähnend auf dem Thron des Lebens sitzend,
trotzt ihr der Tod im weissen Festgewand.

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