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>> Refugium Marzius_____________

06/08/2009

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Wenn man den Gästen etwas bieten will, dann muss man investieren, Flachbildfernseher, Wellnessdusche im Badezimmer, Spa mit Erlebnissauna. Für viele Touristiker ist das eine Binsenweisheit – doch es geht auch anders: Kein Strom, Petroleumlampen und Kerzen anstelle elektrischen Lichts. Aus den Hähnen rinnt nur kaltes Wasser. Bad oder Dusche fehlen völlig. Für andere Bedürfnisse gibt es auf dem Balkon ein antiquiertes Plumpsklo. Findige Touristiker haben den Trend der Zeit erkannt. So hat das Urlaubsquartier des Osttiroler Gastgebers Sepp S. noch nie eine Modernisierung oder Renovierung gesehen. Komfort ist in der Ferienhütte im Villgratental ein Fremdwort. Trotzdem ist seine Hütte auf Monate ausgebucht. Ähnlich erfreut sich auch das südtiroler Konzept „Roter Hahn – Urlaub auf dem Bauernhof“ immer größerer Beliebtheit bei den Erholungssuchenden.

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Von der aktuellen Leidenschaft für das alte Genre der Alpendramen, bis zur Urlaubsalltagsflucht in längst vergangene Zeiten ist es kein weiter Weg und vermutlich ist an der Sehnsucht nach alpinem Minimalismus die Renaissance der Heimatfilme nicht ganz unbeteiligt.

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So werden im Namen des sanften Tourismus, der neuen Verbundenheit zur Natur und der Suche nach dem Echten ganze Bergdörfer aus dem Almboden gestampft – inklusive gediegener Bauernstube mit Kachelofen, Fußbodenheizung und Flatscreen: wie etwa das  „Almdorf Seinerzeit“ oder das „Bergdorf Priesteregg“ mit einem Luis Trenker Chalet. Dirndlromantik pur.

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Nun entsteht auch in Südtirol ein heimatfilmtaugliches Idyll mit vierundzwanzig Hütten und einer kleinen Kapelle: das Refugium Marzius am Nord-Osthang des Vigiljoch hoch über Marling. „Sommerfrisch, Wintergaudi, Almherrlichkeit – ganz ohne Motorstinker“, jedenfalls dahinter dann… „denn die Hütten sind bequem über eine gut ausgebaute, geteerte Bergstraße zu erreichen“. Hinauf bis zum Eggerhof, der dazugehörige Gasthof, wird die Straße von der Gemeinde Marling auch im Winter geräumt und vor den Almhäusern ist ein öffentlicher Parkplatz geplant.

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Baubeginn soll 2010 sein. Mehr als die Hälfte der 24 Almhütten die es wahlweise in der Ausführung „Almhaus“ oder „Landhaus“ gibt sind laut WebSite schon jetzt reserviert. Ein Tipp: Die besonders idyllisch, gleich neben dem Marzius Kirchl gelegenen Objekte >3a<, um zünftige 280.000€ und >2<, um gesellige 310.000€ sind noch frei – Blick aufs wunderschöne Meranerland inklusive. Mehr zum Träumen für den gestressten Stadtneurotiker gibts auf der WebSite.

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Blick vom Wohnbereich  Objekt >4< | leider schon reserviert.

„Die Almhütten beim Marzius-Kirchl werden sicher ein Renner“. Mit geschicktem Marketing werden die Investoren rund um Peppi Tischler mit dem „Refugium Marzius“ sicherlich ein Vorzeigeprojekt schaffen das in Südtirol wohl einige Nachahmer finden wird. „Denn in unserem so bergweiten Land gibt es viele Möglichkeiten, mehr naturverträgliche Winter- und Sommerfrischen zu bauen die allen zum Vorteil gereichen“.

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One Comment leave one →
  1. 10/02/2016 19:00

    Urlaub in einer Almhütte ist richtig schön. Kein Handy, kein Strom, ein Fernseher, kein Internet. Ich kann es nur empfehlen, wenn man vom Alltag wirklich mal abschalten möchte. Mir reichen dann auch nur ein paar Tage oder ein verlängertes Wochenende. Danach bin ich wie neu. :-)

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