>> Wohn Raum Alpen _______________
Wohn Raum Alpen | Ausstellungseröffnung: 14.05.2010 – 19:30
Kunst Meran/o Arte | 15.05. bis 12. 09. 2010
Ist es die romantische Vorstellung der Stadtbewohner von der landwirtschaftlichen Arbeit vor idyllischer Bergkulisse oder die durchgehende Apres-Ski-Party in den einschlägigen Wintersporthochburgen – der Mythos Alpen floriert. Aber was steckt hinter dieser schwärmerischen Vorstellung einer alpinen „Identität“ mit authentischen Bräuchen und traditionellen Riten, dem Leben als Naturbursche und dem Schutzpatron der alpinen Landschaft? Nicht alle Alpenbewohner leben im Heidiland und verdingen sich als Skilehrer. Was ist mit den restlichen 14 Millionen Bevölkerung? Wie leben diese und nehmen ihre Lebensräume und Landschaften war? Um diese Fragestellung dreht sich die gleichnamige Ausstellung von kunst Meran und die Architektur Stiftung Südtirol, die am Freitag 14. Mai eröffnet wird.
WohnRaum – ein Thema bei dem jeder Besucher selbst Experte ist, Rezipient und Kommunikator zugleich. Dabei interessieren weniger die spektakulären Einfamilienhäuser, oder das temporäre Wohnen in touristischen Destinationen, sondern die unterschiedlichen nachhaltigen Siedlungsentwicklungen – vom Mehrfamilienhaus bis hin zur Siedlungsstruktur – in der Gesamtheit des Alpenraumes mit seinen länderspezifischen Ansätzen und den Bezügen zum alpinen Kontext.
Die Schau, die als Wanderausstellung in allen acht Ländern des Alpenraumes gezeigt werden soll, wird Projekte zeigen, die für eine Entwicklung von nachhaltigen, innovativen Siedlungs- und Wohnkonzeptionen im Spannungsfeld zwischen Landschaftsraum und Agglomeration stehen – eingebunden in die jeweils spezifischen regionalen Gegebenheiten des Alpenraums.
Die Auswahl der Projekte entstand in einem mehrmonatigen Rechercheprozess, bei dem im gesamten Alpenraum über 200 geeignete Projekte gefunden wurden, die den festgelegten Kriterien (mind. fünf Wohneinheiten, Fertigstellung nach 2000) entsprachen. Ein Gremium von 16 Experten aus dem Bereich Architektur und Landschaft, hat aus der Vielzahl der eingegangenen Projekte eine Vorauswahl getroffen, deren Essenz die dokumentierten 37 Projekte sind. Das Resultat erhebt dabei natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern ist eher als ergebnisoffene Momentaufnahme der aktuellen Befindlichkeiten zu interpretieren.
Das Sinnbild der Höhenprofile mit seinen fieberkurvenartigen Ausschlägen ist als Assoziation mit dem alpinen Raum fest verbunden und bildet den Dreh- und Angelpunkt der Ausstellungsgestaltung.
Bekannte Muster werden durchbrochen, indem die Beiträge nicht nach Ländern, sondern in ihrer Höhenstaffelung sortiert sind. Die Wanderschaft der dargestellten Projekte wird zum Thema, über die Landschaft, den Siedlungsraum, den Alpenraum als Konglomerat – ein individuelles Erlebnis in der Rezeption und vielleicht die Chance diesen so reichhaltigen und kulturell vielfältigen Alpenraum im spannenden Diskurs der „Wohn-“ Unterschiede zwischen den Alpenstaaten und über das touristische Erleben hinaus kennen zu lernen.
Katalog: Zur Ausstellung “Wohn Raum Alpen” wird eine umfangreiche Publikation mit Essays u.a. von Miha Dešman, Köbi Gantenbein, Hansjörg Hilti, Wojciech Czaja, Loredana Ponticelli, Christian Schittich und Axel Sowa sowie einer vertiefenden Einführung der Besonderheiten Südtirols beim Birkhäuser Verlag erscheinen.

Kuratorenteam: Eva Herrmann, Markus Kuntscher, Peter Ebner, München
Architektenteam: Georg Klotzner, Markus Scherer, Angelika Margesin, Luigi Scolari
Katalog: Zur Ausstellung wird eine umfangreiche Publikation mit Essays u.a. von Miha Dešman, Köbi Gantenbein, Hansjörg Hilti, Wojciech Czaja, Loredana Ponticelli, Christian Schittich und Axel Sowa beim Birkhäuser Verlag erscheinen. ISBN – 978-3-0346-0542-7
“WohnRaumAlpen” mit Projekten von:
Architekt C. Mayr Fingerle, Bozen / Bolzano
Architekten Hermann Kaufmann ZT GmbH, Schwarzach
ArchitekturBüro DI Christian Lenz ZT GmbH, Schwarzach
ARHITEKTURA KRUSEC, Ljubljana
Baumschlager Eberle Lochau ZT GmbH, Lochau
Bembé Dellinger Architekten BDA, Greifenberg
bevk perovic arhitekti d.o.o., Ljubljana
bhend.klammer architekten Zürich
CALORI AZIMI BOTINEAU (CAB) ARCHITECTES, Nice
CHRISTEN architekturbüro, Balzers / Churs / cavegn architektur, Schaan
Covas Hunkeler Wyss Architekten, Zürich
DI_aRCHON ass_ Architetti Stevan Tesic Milena Veljkovic, Brescia
Dietger Wissounig, Graz
Durrer Linggi Architekten, Zürich
Gion A. Caminada, Vrin
Giorgio Goffi / Camillo Botticini, Brescia
Goetz Hootz Castorph Architekten und Stadtplaner GmbH. München
henke und schreieck Architekten, Wien
Johannes Kaufmann Architektur, Dornbirn / Riepl Riepl Architekten, Linz
k-m.architektur, Bregenz
Könz Molo architetti FAS, Lugano
Lazzarini Architekten, Samedan
METROGRAMMA Andrea Boschetti & Alberto Francini srl, Milano
novaron Architektur Baumanagement Konzept GmbH, Diepoldsau
O.A.L / Edouard François, Paris
Obermoser zt GmbH architektur, Innsbruck
OFIS ARHITEKTI, Ljubljana
Pablo Horváth Architekt SIA/SWB, Chur
pateyarchitectes, Chambéry
pedevilla architekten, Bruneck / Brunica
Plasma Studio Architects, Sexten / London
Prof. Matthias Reichenbach-Klinke, Hans Schranner, Adlkofen / Florian Nagler Architekten GmbH, München
walter angonese architekt, Kaltern
ZINDEL BRÖNNIMANN FERRARIO ZBF Architekten AG, Zürich















