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>> Visual Esperanto _________________

05/11/2009
von cxs

paul mijksenaar visual esperanto

„The quest for a visual Esperanto“

Paul Mijksenaar | Information Designer

Open Lecture | 09.11. | 11:00 Uhr | Design Uni Bozen

„I think of myself more as a plumber than a designer, probably because a lot of people come to me only after making a mess of their building.“ P.M.

Bei Schildern geht Paul Mijksenaar kein Risiko ein und empfiehlt starke Kontraste. Schwarzer Pfeil auf weißem Grund, gelber Fond. Der Amsterdamer Designer stellt klar: „Die besten Wegweiser können ein krankes Gebäude nicht heilen“. Mijksenaar sorgt für Ordnung überall dort, wo es unübersichtlich wird.

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Der Niederländer hat Flughäfen in New York, Dallas oder Rotterdam mit Leitsystemen gerettet, dank ihm gilt der Amsterdamer Flughafen Schiphol als benutzerfreundlichster Airport der Welt.

Immer wieder hat Mijksenaar sein Credo einer gut gestalteten, übersichtlichen Umwelt formuliert: „Je komplexer Gebäude werden, desto wichtiger ist es, dass die Architektur Ihre räumlichen Funktionen hervorhebt, dass man also gleich erkennt, wo der Eingang, wo eine Treppe ist.“ Mijksenaar arbeitet immer mit dem Gebäude, nicht gegen es.

Und doch weist er auf eine Sollbruchstelle zwischen zwei Professionen hin. Nicht selten reklamieren Architekten die Zeichenhoheit in Gebäuden für sich, gestalten Informationen an den Wänden gleich mit, nachdem sie die Möblierung ausgewählt und die Corporate Identity besorgt haben. Das gelingt nicht Immer überzeugend, und Schiphol ist nur ein besonders eklatantes Beispiel für nachträgliche Beschilderung von Experten.

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Je heterogener das Umfeld, desto unaufgeregter die Gestaltung Eindeutige Signale helfen dort, wo leicht Verwirrung entsteht. Kein Wunder, dass immer wieder Flughäfen, jene Unorte im Netz der weltweiten Wirtschaftsströme, für gute Leitsysteme ausgezeichnet werden. Sie haben es dringend nötig. Nirgendwo sonst treffen so viele Sprachen und Kulturen aufeinander, müssen Reisende Gate-Änderungen aus dem Gewirr von Plakaten, Geschäften und sonstigen Zeichen herausfiltern. Die großen Drehkreuze liegen untereinander im gnadenlosen Wettstreit.

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Wie attraktiv sie für einzelne Linien sind, bestimmt nicht zuletzt die Minimum Connecting Time (MCT), jene Zeit zwischen des Einparkens eines Flugzeuges und seinem Abflug zum nächsten Ziel. Wie schnell dabei das Gepäck verladen werden kann, spielt eine entscheidende Rolle, wie schnell Passagiere umsteigen können, ebenso. Wer will schon unfreiwillig auf einem Flughafenstranden? Entscheidend ¡st, dass das einmal gewählte System konsequent durchgezogen wird, von der Shoppingmeile bis zum Taxistand. Jedes Leitsystem bricht zusammen, wenn es willkürlich, zufällig oder fehlerhaft erscheint. Kein Reisender nimmt sich dann die Zeit, es zu erlernen. Um das zu erleichtern, setzt Mijksenaar auf wiederholte Frontalpräsentation. Mit eindeutiger Farbcodierung und klaren Piktogrammen rückt Mijksenaar dem Verwirrspiel aus Terminals, Lounges und Shoppingzonen zu Leibe. Und das lieber doppelt und dreifach.

„A wayfinding system’s success is simple: If nobody notices the signs and gets to the destination, I’ve done my job.“ P.M.

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>> Wayfinding vs. Architecture | podcast 21 min

>> Ein Schild wird kommen (Ö1) | podcast 16 min

>> The Terminal by Steven Spielberg | Signage by Mijksenaar | visit the 3D Virtual Tour

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