>> Barock v2.0 _____________________
Das Rom der Gegenreformation war ein lebhaftes Kunstzentrum: Von hier aus stieg der Barock zum neuen Stil des Katholizismus auf. Die Moden wechselten mit jedem neuen Pontifikat; Päpste und Kardinäle errichteten prächtige Paläste und übertrumpften sich gegenseitig mit kostbaren Kunstsammlungen, und die Patrizier versuchten, es ihnen gleich zu tun.
Farnese, Borghese, Ludovisi, Barberini: Die illustren Namen stehen für Stadtpaläste und Villen, die seit damals Roms Aussehen prägen. Nach der Jahrhundertwende waren neben Annibale Carracci vor allem Guido Reni, Lanfranco und Guercino als Maler und Dekorateure gefragt. Gianlorenzo Bernini, der universelle Protagonist des römischen Barock, begann seine Karriere als Bildhauer im Dienst des Kardinals Scipione Borghese, in dessen Villa wir noch heute seine Statuen bewundern. Mit dem Barberini-Papst Urban VIII. trat er dann neben Borromini vor allem als Architekt hervor und gab dem Stadtzentrum mit Kirchen, Palästen, Plätzen und Brunnen das Aussehen, von dem es bis heute zehrt.
Gemälde von seiner Hand sind eher rar; sein „David“ gibt diesmal das Leitbild der Ausstellung „respiro barocco“ vor: Zwar weniger bekannt als die Skulptur in der Galleria Borghese, ist das (vermutliche) Selbstporträt des jungen Künstlers zeitgleich entstanden. Als raffinierte Landschaftsmaler wurden Nicolas Poussin und Herman van Swanevelt geschätzt. Nach Guido Reni, dem genialen Repräsentanten der Bologneser Schule, dessen „Beatrice Cenci“ einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung bildet, traten Francesco Cozza, Francesco Albani und Carlo Maratta als vielseitige Maler sakraler und allegorischer Themen hervor.
Ein Hauch Barock | Eine Reise in das Rom der Barockzeit
24.09 bis 12.12. | Centro Trevi – Bozen | Zugang nur mit Führung jede volle Stunde
Die Reise in die Zentren des italienischen Barocks, die im Frühjahr in Neapel begann, wird nun im Herbst mit Rom fortgesetzt. Fünfzehn Gemälde aus der Nationalgalerie im Palazzo Barberini geben Einblick in die Kunst der Barockzeit im Rom der Päpste, Kardinäle und Patrizier. Die Werke werden diesmal wie in den Privatsammlungen der damaligen Zeit im Kulturzentrum Trevi dicht gehängt in einer Loggia präsentiert.














