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Es gibt nicht viele Architekturbüros, die mit ihren ersten Projekten so viel Auf-
merksamkeit auf sich gezogen haben wie Plasma Studio. Man könnte fast sagen,
dass sie mit ihren Entwürfen nicht nur eine völlig neue Raumwahrnehmung for-
dern, sondern jegliche Konventionen auf den Kopf stellen.
Die Arbeit von Plasma Studio lebt ausdrücklich vom Spannungsfeld zwischen Lon-
don und Südtirol. Beide Büros beeinflussen sich und protfieren voneinander. Durch
ihren Standort in London haben sie mittlerweile auch Projekte außerhalb Europas:
Aktuell arbeiten sie an einem Masterplan für Longgang in China, einem Gebiet von
19 Millionen Quadratmetern. Im Oman bauen sie verschiedene, sehr individuell ge-
staltete Villen, und für eine Region am Golf haben sie zwei unterschiedliche arabische
Wohntypologien entwickelt, die vor Ort aus den lokalen Baustoffen gebaut werden können.
Hier in Südtirol hatten sie durch Ulla Hell und ihre… >
engen Kontakte die Möglichkeit, ihre Häuserserie vor Ort fortzusetzen. 2006 wurde
das Esker House (Innichen), 2007 das D Cube House (Sexten) und das Tetris House
(Innichen) fertig gestellt. Alles kleinere Wohnhäuser, die sich auf der einen Seite der
traditionellen Struktur formell entgegensetzen und sich auf der anderen Seite durch
eine gleichartige, lokale Materialwahl und ießende Räume in Landschaft einglie-
dern. Das Strata Hotel (Sexten), eine Landmarke am Hang der Dolomiten, wurde
erst in diesem Jahr fertig gestellt. Das Besondere des Hotels sind die horizontalen
Schichtungen, die wiederum von der Holzlammellenstruktur der Fassade aufgenom-
men werden. Gelobt von der Presse – Ein Solitär, der zeigt, wie der traditionelle Werk-
sto Holz zum architekturbestimmenden Charakteristikum eines zeitgemäßen Gebäudes
werden kann, schreibt die AIT (Juni 2008), brauchte Ulla Hell trotzdem bestimmt eine
Menge Überredungskunst, bis sich die Besitzer des 4-Sterne-Hotels auf die experi-
mentelle Architektur von Plasma Studio eingelassen haben.












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