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>>Glocal Rookie of the year_______

16/04/2009
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von cxs

Mit „The Glocal Rookie of the Year“ soll junge und experimentelle Kunst in weiteren Sinne unterstützt werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf jenen jungen und aufstrebenden Nachwuchstalenten der internationalen Kunstszene, denen es gelingt, auf originelle Art und Weise die Ausdruckskraft und die universelle Sprache der Kunst zu interpretieren, und sich mit den vorgegebenen Themen im Rahmen eines Ansatzes, der „global“ und „lokal“ zugleich ist, auseinanderzusetzen.

Concept

“Rookie”

Mit dem englischen Wort „Rookie“ bezeichnet man im amerikanischen Sport gemeinhin jene Spieler, die das erste Jahr in den verschiedenen Ligen spielen, d.h. noch ganz am Anfang stehen. Die Rookies werden allgemein in den Drafts ausgewählt, im Zuge der Selektionsverfahren, bei  denen den dazu berechtigten Mannschaften Spieler von den Schulen (College oder High School) zur Verfügung gestellt werden. Am Ende des Jahres wird dann  der  Rookie of the Year , d.h. der beste Anfänger, auserkoren.

“Glocal”

Glocal (lässt sich übersetzen als „Glokaliserung“ oder „Glokalismus“) ist ein Neologismus, der von der modernen Soziologie geprägt wurde, um die Erscheinungen der Globalisierung den lokalen Gegebenheiten anzupassen, um so deren Beziehung  zu den internationalen Zusammenhängen zu untersuchen. Die Glokalisierung befasst sich dabei mit der Analyse erst der einfachen und dann der immer komplexeren Systeme, während die Globalisierung den komplexeren Systemen den Vorzug zu geben scheint, und dabei vielfach die Implikationen der vielen Teilsysteme außer Acht lässt. Im Mittelpunkt der „Philosophie“ der  Glokalisierung  steht das Individuum, der Mensch, das materielle und immaterielle Gut des Menschen und seiner Zugehörigkeitsgruppe. Dabei wird auch die Dialektik nicht außer Acht gelassen,  die sich aus der Begegnung und Auseinandersetzung der verschiedenen Gruppen  innerhalb der Logik  System – Teilsystem ergibt, ohne  die Mikrodimension in ihrem Bezug zur Makrodimension aus den Augen zu verlieren. Oftmals wird fälschlich angenommen,  die Glokalisierung setze vorrangig auf die lokale Dimension,  die Globalisierung dagegen auf die globale Dimension. Dies stimmt nicht, denn die Glokalisierung geht in ihren Analysen im Ideal zwar von der  Mikrogruppe aus, wohl aber im Bewusstsein,  dass diese wächst, sich entwickelt und mit anderen, immer komplexeren Gruppen interagiert, bis hin zu den komplexen globalisierenden Erscheinungen unserer Zeit. Die Bedeutung des Wortes „lokal“ wird de facto ausgedehnt und nimmt ohne Vermischung  auch lokale Gegebenheiten auf,  die in vollem Umfang signifikante Teilsysteme bleiben.

Im Zuge der Bewertung werden solche Werke bevorzugt,  denen es gelingt, einen lebendigen (nicht grundlos provokatorischen) Dialog mit einer peripheren und widersprüchlichen  Realität wie man sie in Südtirol vorfindet, anzubahnen, und ihr einen anderen Blickwinkel und einen breiteren Horizont zu „verleihen“.

„Uncensored“

“Uncensored” ist das besondere Thema, das anlässlich der 6. KunStart für den Wettbewerb vorgeschlagen und  gemeinsam mit den ersten beiden im Zuge der Beurteilung der Werke durch die Jury berücksichtigt wird.

Dabei sollen jene Künstler bevorzugt werden, die in der Lage sind, die Anliegen und das Unbehagen der zeitgenössischen Gesellschaft aufzuzeigen, die Tabus, die unserer Kultur eigen sind, und die ewig verdrängten Probleme, die oftmals nur von der Kunst ans Tageslicht gebracht werden. „The  Glocal Rookie of the Year“ ist daher eine Auszeichnung für jene Künstlerinnen und Künstler, denen es gelingt, mit ihren Werken Diskussionen und Debatten anzuregen, die Realität mit einer direkten oder unbequemen Sprache darzustellen, und gleichzeitig zu zeigen, dass Provokation in der Kunst niemals grundlos ist, und auch  eine paradox anmutende und irritierende  Kommunikation dazu anregen kann, die heutige Welt mit mehr Tiefgang zu betrachten.

Teilnahme

Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Künstlerinnen und Künstler auf Vorschlag der an der Messe KunStart 2009 in Bozen teilnehmenden Galerien. Jede Galerie, die sich an der Messe KunStart 2009 in Bozen beteiligt,  kann mit einer Künstlerin oder einem Künstler  teilnehmen, der mit einem Werk vertreten ist, das dann von der Jury beurteilt wird. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler dürfen das 35. Lebensjahr nicht überschritten haben und müssen ein einschlägiges Studium an einer Kunstakademie oder ähnlichen Bildungsstätte absolviert haben.

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