
Ein neues Symbol für Europa | Design and Government
Die Stiftung Design Den Haag lobt einen internationalen Design-Wettbewerb für eine neue Flagge für Europa aus. Doppelte Staatsbürgerschaft, Freistaat, “Ein Tirol”, Los von Rom.. ist Südtirol überhaupt Italien? Provinzielle Identitätskrise hin oder her – über uns allen weht die Fahne Europas und genau diese gilt es mitzugestalten.
Die aktuelle Europaflagge wurde im Jahr 1955 von Arsène Heitz, entworfen und ist seit 1986 ein Symbol für die europäische Konstitution. Seitdem hat sich in Europa einiges getan: Neben der massiven territorialen Expansion richtung aufgehender Sonne, leben und arbeiten mittlerweile etwa 30 Millionen Menschen aus dem mittleren Osten, dem afrikanischen und asiatischen Raum in europäischen Ländern. Auch untereinander tauschen sich die Länder der EU zunehmend aus und bereichern ihre Kulturen. Die Stiftung Den Haag fragt nach der neuen Identität dieser dynamischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bevölkerung: „Wie kann ein Symbol für das heutige Europa aussehen? Reicht ein Symbol aus?“

Rem Koolhaas | AMO | "the Barcode" die Summe aller Nationalflaggen | Entwurf 2001
Der Aufruf geht an professionelle Designer und Studierende mit dem Ziel, die neue europäische Identität in einem oder mehreren Symbolen einzufangen. Die internationale Jury des Wettbewerbs besteht aus Vertretern von Regierung und Kreativwirtschaft und wird unter den Einsendungen 12 Flaggen-Designs auswählen. Im Juni 2010 werden diese 12 Alternativen zu aktuellen Flaggen gedruckt und im Rahmen der Veranstaltungen „Design and Government“ in Den Haag, den übrigen Niederlanden und in Berlin ausgestellt. Eine Auswahl der Einsendungen wird zudem Teil einer Publikation, die im Jahr 2018 der EU präsentiert wird.
Grafik Designer Hans Kruit | ,,The stars we change in one solid circle... A clear symbol"
Bis zum 28. Februar 2010 können Einzelpersonen oder Gruppen eine unbegrenzte Zahl an Einsendungen zusammen mit einer kurzen Erklärung ihres Entwurfs auf der Internetpräsenz des Wettbewerbs hochladen. Da es sich um Flaggenentwürfe handelt, sollten die Maße 20 x 30 cm eingehalten werden. Alle Entwürfe werden im Juni 2010 auf den Seiten der Stiftung Design Den Haag ausgestellt. Die Gewinner werden bereits im Mai benachrichtigt.
Diese Entwürfe wurden bereits 1950 abgelehnt…
>> for inspiration only:
Die Fédération internationale des associations vexillologiques kurz FIAV kategorisiert bzw. kodiert die EU Flagge folgendermaßen:
Das Vexillologische Symbol zur EU Fahne
Was jedem Heraldiker und Vexillologen dabei sofort auffallen wird – die Europa Fahne ist keine offizielle Handelsflagge. In Anlehnung an die EEC Regulation #1382/87 on 20 May 1978 weist sich Europa zu See darum anders aus.
Zufall, Kopie oder Akt der Inspiration?

Die Ähnlichkeit zur Europäischen Flagge ist, von den red stripes einmal abgesehen, kaum zu leugnen: “The Birth of Old Glory” – Betsy Ross präsentiert George Washington ihre Version der Amerikanischen Nationalflagge. “Resolved, That the flag of the United States be thirteen stripes, alternate red and white; that the union be thirteen stars, white in a blue field, representing a new Constellation.” Das Betsy-Ross-Design wurde von 1776 bis 1795 verwendet.
Die US Flagge vor und nach der Unabhängigkeitserklärung (1776). Zu erkennen ist, daß der “Union Jack” , also die bis dato integrierte Britische Flagge noch keine diagonalen rote Streifen hat. Das “St. Patrics Cross”, also das irische Andreaskreuz auf weissem Grund fehlt, es wurde erst nach der politischen Integration von Irland 1801 in den Union Jack aufgenommen.
Die Entstehung einer Flagge im Layer-Verfahren:
England + Schottland + Irland = Großbritannien

DCSA | Erste Hauptversammlung 2010
Wann: Donnerstag, den 04. Februar 2010 ab 19:30 Uhr
Wo: Plural, im 1.Stock | Domplatz, Bozen
Ansicht der beiden neu gestalteten Tunnelportale | Piedicastello, Trient
Storicamente ABC | Ausstellung
Le Gallerie di Piedicastello | Trient
Lernen von New York: In ihrer Presseaussendung verweisen die Macher des Projektes “Le Gallerie di Piedicastello” in Trient auf das High Line Projekt, ein auf Stelzen gestellter Stadtpark in Manhattan. [die Werkbank berichtete bereits] Doch was haben zwei dunkle, verlassene Straßentunnels am Stadtrand einer Provinzstadt mit einer grünen Erholungsoase – einem Sonnendeck im Herzen einer Millionenstadt gemein?
Beide Projekte entstanden aus infrastrukturellen Überbleibseln einer sich veränderten Welt. Waren noch bis vor einigen Jahren große Entwicklungspläne die Herausforderung der Stunde – so sind Heute von den Kreativen vermehrt visionäre Rückbau- bzw. Umnutzungskonzepte für urbane Relikte gefordert.
Zwischen Industriebrachen, wirtschaftlicher Stagnation, schrumpfenden Städten und alternativen Mobilitätskonzepten, öffnen sich nun neue Chancen – und neue Räume: In Trient wurde so kurzerhand ein Museum auf die Straße bzw. in den Tunnel gestellt.

Ansicht der beiden Nordportale
Doch kurz zurück zu NY. Die High Line ist eine seit 1980 nicht mehr verkehrlich genutzte, 2,3 km lange und 20m breite Hochbahntrasse im Westen in New Yorks Stadtteil Manhattan. 1999 wurde von zwei Anwohnern die Initiative Friends of the High Line gegründet, deren originäres Ziel die Erhaltung der High Line war. Nachdem der Abriss der dahinrostenden, pflanzenüberwucherten Stahlkonstruktion abgewendet werden konnte, wurde (nach einem internationalem Ideenwettbewerb) von der Initiative als Nachnutzungskonzept die Anlage eines Parks, die Transformation in eine öffentliche Fußgängerpromenade direkt auf den ehemaligen Gleisanlagen vorgeschlagen.

The High Line Park | Herbst 2009
Im Juni 2009 wurde Phase 1 des Parks der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, Phase 2 ist bereits im Bau und sollte laut Curbed noch heuer abgeschlossen werden. Als Umnutzung einer ehemaligen Zugverkehrslinie vermittelt dieses Projekt nicht nur den Bedeutungsgewinn neuer Grün- und Erholungsräume für die Stadt, sondern zeigt auch wie nachhaltig sich gemeinschaftlich organisiertes Engagement und das mehrjährige Bemühen um die Erhaltung und Nutzbarmachung eines Areals auswirken können.
>> Robert Hammond, Co-Founder von “Friends of the High Line” spricht über “sein” 180 Mio Dollar Projekt, wie alles begann und wohin es noch führen wird, über die Macht der Bilder und wie man Anrainer, Investoren und Politiker auf seine Seite bekommt:
Der Park folgt natürlich auch einem Businessplan. Vier Milliarden Dollar werden in den nächsten Jahren an der Hochbahn entlang investiert, neben einem neuen Gebäude des Whitney-Museums entstehen auch Wohn- und Bürotürme, die unter anderem von Frank Gehry, Jean Nouvel, Annabelle Selldorf, Renzo Piano, Shigeru Ban, Neil Denari, … geplant werden.
In Trient wurde das Konzept einer alternativen Nachnutzung aufgegriffen und auf die zwei überflüssig gewordenen Tunnels angewandt.

Schwarz und Weiß. Die beiden verlassenen Tunnel, einer davon Schwarz, der andere Weiß, bohren sich auf einer Länge von 300m in Nord-Süd Richtung parallel zur Etsch durch den Fels. Vom Studio Terragni Architetti zu einem Museum mit zeitgeschichtlichem Inhalt umfunktioniert wurden die beiden Röhren 2008 wiedereröffnet. Die erste Ausstellung war als eine Art Prototyp-Ausstellung angelegt und auf Grund des großen Zuspruchs wurde das Konzept weiterverfolgt. Zur Zeit findet bereits die zweite Ausstellung statt:

Das Ausstellungs-Team bestehend aus interdisziplinär arbeitenden Arbeitsgruppen erarbeitete zusammen mit Jeffrey T. Schnapp vom Humanities Lab der Stanford University in Palo Alto, Kalifornien einen spannenden, thematisch und funktional auf die zwei Röhren aufgeteilten Ausstellungparkour.

Für das gesamte grafische Konzept und dessen Umsetzung zeigt sich die Gruppe Gut aus Bozen verantwortlich.

Wärend die schwarze Tunnelröhre im Stile Munaris ein Alphabet an Informationen liefert, steht die Weiße Röhre didaktischen Zwecken zur verfügung und bietet dafür diverse modulare Räumlichkeiten.

>> Diashow zur Ausstellung | Storicamente ABC
Im Freien vor den Tunnelportalen werden die Besucher durch “Lehrgärten” geleitet, die am südlichem Nordeingang als Spin-off Landmarks von Anna Foppiano gestaltet wurden.

- Italian Oxigene 2 | Abitare Artikel


Rauminstallation | Zeche Zollverein Essen
Team: Manfred Eccli, Kaltern | Francesco Apuzzo
Klanginstallation von Bruno Franceschini
Draußen schwebt ein leuchtender Nebel aus Seifenblasen zwischen der alten Waschkaue, dem Förderturm und dem Birkenwäldchen. Die Besucher tauchen in den Schaum und gelangen in innere Schaumräume, aus denen heraus Blicke auf den Förderturm und die umliegenden Hallen inszeniert werden. Der dichte Schaum leuchtet von innen heraus. Er besteht aus transparenten, teilweise mit Helium und teilweise mit Luft gefüllten übergroßen Latexballons.

Ein Klangteppich im Inneren macht den Schaum auf einer weiteren Sinnesebene erfahrbar und gibt Geräusche der Vergangenheit als ferne Reminiszenz wieder. Die Präzision und Härte der Architektur und ihrer Materialien werden für einige Stunden mit der weichen, unbegreifbaren Form des ephemeren Schaums konfrontiert.

Das Raumlabor Berlin baut temporäre Architekturen für eine sich verändernde Stadt. Bei der Essener Zeche Zollverein verdeutlichen das die Architekten Francesco Apuzzo und Manfred Eccli mit der kreativen Rauminstallation “Soap Opera”. Mit der Musik von Bruno Franceschini machen sie daraus eine audiovisuelle Installation.

Die Essener Zeche Zollverein galt einst als unzugänglich für den Normalbürger. Assoziiert wurde sie mit Kohleflözen, Fördertürmen und Staublungen. Doch der kulturelle Wandel ergriff auch Zollverein. Mittlerweile wurde die ehemalige Stätte der Maloche zum Weltkulturerbe geadelt.
Wo die Bergleute früher aus den Schächten in die Waschkaue hinauffuhren, ist heute die audiovisuelle Installation “Soap Opera” der Berliner Architekten von “Raumlabor” zu bestaunen: Die Musik stülpt sich wie ein assoziativer Klangteppich über einen leuchtenden Nebel aus Seifenblasen, der an den Wänden der Waschkaue und unter den Bandbrücken der Zeche Zollverein entlang wabert.
In der Waschkaue ist heute das Tanzhaus PACT Zollverein beheimatet. “Soap Opera” wird hier während der Eröffnungsveranstaltung von RUHR.2010 am Wochenende uraufgeführt, erzählt der südtiroler Architekt Manfred Eccli.
“Nachdem die Zeche geschlossen worden ist und die Umstrukturierung stattfand, das war eine Art Reinigungsprozess für den Ort, jetzt noch verstärkt durch die Kulturhauptstadt. Und da haben wir uns gedacht, wir nehmen das auf. In Bezug zur Waschkaue haben wir gesagt: Wir machen Schaum.’”

Aber wie lassen sich Schaumgebilde künstlerisch herstellen? Wie gewinnt man eine Substanz, die leicht und beweglich wie Seifenblasen ist? Die frostige Witterung im Ruhrgebiet soll dem Schaummaterial ja nichts anhaben dürfen. Manfred Eccli und sein Partner Francesco Apuzzo von “Raumlabor” haben sich gefragt:
“Wie wollen wir jetzt den Schaum darstellen? Und so sind wir auf Luftballone gekommen. Wir sind jetzt soweit, dass wir 5000 Luftballone haben, die von 500 Heliumballons getragen werden. Das Prinzip ist, dass man 500 Säulen schafft, wobei jede Säule von einem Heliumballon getragen wird und ein Jutesack, der mit Sand gefüllt ist, der trägt diese Säule.”

Die Schaumstruktur kriecht aus dem Eingang des PACT-Tanzhauses hinaus, schlängelt sich eine Gasse entlang, die mächtige Mauerwerke einfassen, und endet auf einem offenen Platz, den Bandbrücken überdecken. Eccli stellt klar, dass er sich die “Soap Opera” keineswegs als eine amorphe Masse vorstellt:
“Es gibt eine Grundhöhe, das sind drei bis vier Meter. Dann werden wir kleinere Ballons dazugeben, die geben eine Krümmung dem Ganzen, dass man mehr zu dieser Form von Schaum hinkommt. Es wird auch Räume darin geben, es wird auch Wege dadurch geben, sodass man Bereiche hat, die dichter sind, und andere, die breiter gefächert sind, wo man auch reingehen kann und unterschiedliche Blicke dann auch hat.”

Wer das Gebilde von Weitem betrachtet, kann wirklich auf die Idee kommen, aus der einstigen Waschkaue seien Unmengen Seifenschaum entwichen. Die feste Schneedecke tut ihr übriges, um diesen Eindruck hervorzurufen. Manfred Eccli scheint aber noch immer nicht ganz zufrieden zu sein. Er spielt mit dem Gedanken, den Effekt während der anstehenden Eröffnungsfeier zusätzlich mit Bodennebel zu verstärken.
>> das Projekt “Soap Opera” | pdf
>> Kulturhauptstadt | Ruhr2010

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Vist wurde 1997 von Roberto Vivian und Elmar Stimpfl, dem ehemaligen Athleten der italienischen Skimannschaft, gegründet, entwickelte sich schnell und bewies von Anfang an, ein extrem dynamischer und innovativer Betrieb zu sein.
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Die Produktion von Vist hat sich auf internationaler Ebene mit den berühmten Rennplatten durchgesetzt, die heute von 85% der Weltcup-Athleten verwendet werden. Sie umfasst jetzt aber auch andere Produkte für den Skisport auf hohem Niveau wie technisch-exklusive Kleidung für den Skisport und Freizeit, leistungsorientierte Ski und Bindungen und zwei limited editions: die trendy “Snow Leopard” und die Luxus Linie “Aurum by Vist”.


Durch die Zusammenarbeit mit den besten internationalen Sportlern, die genaue Kenntnis der Branche, die ständige Suche nach dem exklusivsten Design und den innovativsten, technologischen Materialien zusammen mit einem immer aufmerksamen, kritischen Blick auf die jüngsten Trends ist Vist heute, zwölf Jahre nach seiner Entstehung, eine solide Referenz für Athleten und passionierte Skifreunde, die auch auf der Piste durch ihren Look auffallen wollen.

VIST ist offizieller Lieferant für die folgenden Ski-Nationalmannschaften:
- Tschechische Republik
- Slowakische Republik
- Montecarlo


.Dimitri | Fashionweek Berlin
Fall|Winter 2010|2011
Dimitrios Panagiotopoulos präsentierte sich am 20. Januar 2010 erstmalig in Deutschland auf der Fashion Week Berlin mit einer eigenen Show. Mit seiner Fall/Winter Kollektion 2010/2011 konzentrierte sich Dimitri auf seine mediterranen Wurzeln. Durch den griechischen Vater wuchs er mit der Geschichte und Kultur des Landes auf, wovon er bis heute geprägt ist. Dimitris Winterkollektion bringt all diese Einflüsse in Einklang und schafft eine gekonnte Verbindung zwischen griechischer Mythologie, Glamour und Sexiness.

Dimitri Panagiotopoulos arbeitete bereits weltweit mit bekannten Designern wie Jil Sander, Hugo Boss und Vivienne Westwood. Vor einigen Jahren gründete er sein eigenes Modelabel Dimitri. Seine Kollektionen werden noch im eigenen Atelier gefertigt, erwerben kann man sie im eigenen Store in Meran oder aber im Onlineshop. Über seine Designs sagt Dimitri: “Ich entwerfe für Frauen, die Geschmack, Ausstrahlung und Selbstbewusstsein haben und dies nach außen tragen wollen.”
Dimitri’s Kollektionen sind geprägt durch seine Leidenschaft für schmale und feminine Schnitte und die Harmonie zwischen exaktem Schneiderhandwerk und Styling.
Dimitri auf der Fashionweek Innsbruck 2009
Modegöttinnen hüllen sich in fließende, wallende Kleider aus Seidenchiffon, stufige Plissé-Röcke, wärmende Lederleggings und Pelzmäntel. Die Begeisterung des Designers für Handwerkliches und das Spiel mit Stoffen ist deutlich spürbar. Dimitri verarbeitet in seiner Fall/Winter Kollektion auf kunstvolle Weise edle und hochwertige Materialien wie Pelz, Leder, Angora- und Kaschmirgemische.
Seine Pelzmäntel und -westen gibt es in verschiedenen Farben und Längen. Die Angora/Kaschmir Wintermäntel der Kollektion überzeugen durch schmale Schnitte und sorgen für eine tolle Silhouette. Aber auch A-förmige Mäntel im 50ies Stil, Capes und Lederjacken bestechen mit Schulterdetails und Lederbesätzen.

Für den großen Auftritt sorgen Bustierkleider mit plissierten Röcken, in klassischem schwarz oder weiß. Besonderheiten wie Paillettenstoffe, Seiden-Crêpe, abgesteppte Nähte und Farbakzente in Pink verleihen der Trägerin Anmut und Sexappeal. Dem Designer gelingt es dennoch, in seinen Entwürfen Schlichtheit zu bewahren. Seine Kleider fallen durch ihre Schönheit und Leichtigkeit auf, sie sind feminin und tragbar.

Coffeetables by Davide de Paoli
Function follows Form
Davide de Paoli | Bildhauer und Designer
Der Bildhauer und Designer Davide de Paoli wurde 1969 in Brixen geboren. Er studierte am Istituto d’Arte in Trient, wo er 1989 als Maestro d’Arte abschloss. De Paoli arbeitet in Bozen und S.Maria di Leuca, Lecce. Neben zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen war er unter anderem an der MANIFESTA 7 mit seinen Skulpturen vertreten.

Bildhauer und Designer Davide de Paoli
“Wood moulds sculptural quality together with functionality. Design as an intellectual, rational experience, as well as the application to an anatomical (being) which is autonomously created by the practice of a subtraction of ligneous “material”. A research on forms first, then utility:

Lindenholz roh | die Geburt einer Skulptur
…because senses are the beginning of each creation of mine and sensuality is their first satisfaction.”

Sinn und Sinnlichkeit – de Paolis Skulpturen verschmelzen präzise Linien mit weichen, fast fließenden Anatomien. Es entstehen sinnlich feminile Landschaften die sich zu Objekten vereinen.

Symetrie und Haptik – Strenge, mutige Gesten stehen am Anfang seiner eleganten auf Hochglanz polierten Kreationen. Objekte wie selbstbewusste in sich ruhende Kreaturen einer fremden Formenwelt.

Reduziert und rein, fast entmaterialisiert, jedoch voll praller Sinnlichkeit lassen sich de Paolis Designobjekte nur im Kontext eines umgebenden Raumes in deren Dimension einordnen.

Entfernt fühlt man sich an die überdimensionalen Arbeiten von Yoshitomo Nara erinnert; monochrome Skulpturen die bewußt Masstäbe brechen um Dimensionen zu relativieren.


Elisabeth and Helmuth Uhl Stiftung | modostudio | Rendering
“Ricercare oltre il limite. Abitare un luogo a limite. Incontrarsi al limite di due culture” | modostudio
Der Entwurf von modostudio aus Rom ist das Siegerprojekt eines Architekturwettbewerbes, mit fünf geladenen Teams aus Italien, der Schweiz, Österreich und Deutschland. Aufgabe des Wettbewerbs war es, ein Gebäude für die Elisabeth and Helmuth Uhl Stiftung und deren Tätigkeiten zu entwerfen. Die von Rainer Uhl 2008 gegründete Stiftung mit Sitz in Gräfelfing, Bayern hat sich die Förderung von Forschung und Kunst zur Aufgabe gemacht: grenzüberschreitend, interdisziplinär, interkulturell.

Das Grundstück tront hoch über Leifers und dem Etschtal – eingebettet in einer reizvollen Naturlandschaft. Es bietet sich von hier ein atemberaubendes Panorama über das gesamte Unterland, das Überetsch bis weit über den Bozener Talkessel hinaus. Um die einzigartige Umgebung zu bewahren, verbaut das Siegerprojekt von „modostudio“ nur den Fußabdruck der vorhandenen Gebäude, die dann im Zuge des Neubaues abgerissen werden. Insgesamt werden auf drei Voluminas knapp 1200m² Aufenthalts- Wohn- und Arbeitsfläche verteilt.

Der Neubau besteht aus einem Treibhaus für experimentelle Bepflanzungen, eine Wohneinheit für die Forscher, die Familie Uhl und Gästen, einen Speisesaal und weitere Räumlichkeiten die die Tätigkeiten der Stiftung unterstützen sollen.

Das Design will laut Verfasser die Spannung ausdrücken, die von der besonderen Lage und von den Sonderaufgaben des Stiftungsgebäudes erzeugt werden. Eine Spannung, die von der Beziehung zwischen den Innen- und dem Außenraum, zwischen den Traditionen der Gegend und den Neuerung der Stiftungsarbeit, zwischen dem Raum für das Arbeiten und dem für das Wohnen erzeugt wird.

Das Gebäude soll seine Gäste vor den klimatischen Bedingungen schützen, sich zur gleichen Zeit aber zur sensationellen Umgebungen öffnen. Das Design berücksichtigt und feiert auch den Nachhaltigkeitsgedanken: Der grösste Teil des verwendeten Baumaterials wird vom abgerissenen Gebäude stammen, zusätzlich soll eine experimentelle Photovoltaik- und Solaranlage installiert werden die hier das erste Mal zum Einsatz kommen wird – die entsprechende KlimahausZertifizierung soll zu guter Letzt natürlich auch nicht fehlen.

“La volontà di realizzare un edificio con posizione a monte della valle dell’Adige, luogo simbolo di passaggio tra due mondi e due storie che hanno mostrato la possibilità di coesistenza e convivenza, la volontà di realizzare un edificio che abbia tante funzioni integrate e perfettamente comunicanti tra di loro: sono stati questi gli input fondanti il nostro progetto…Oltre alla tensione generata dalla relazione tra corpi architettonici, dai rapporti tra gli usi degli spazi, dagli accostamenti dei materiali adottati, importante per noi è stato il rapporto generato tra l’edificio ed il contesto circostante: un edificio in grado di proteggere i suoi abitanti e le attività preziose che verranno svolte ma al tempo stesso in grado di prendere il meglio dal meraviglioso ambiente circostante garantendo la migliore vivibilità. Interno ed esterno. Tradizione e Futuro, Protezione ed Apertura, Lavoro ed Abitare. Due mondi che coesistono insieme ed insieme si relazionano” | modostudio



Modellfoto der "Klima" Hotelanlage von Matteo Thun
KlimaHotel | ein neues Gütesiegel für nachhaltige Hotels
Das Hotel von Matteo Thun ist vorerst nur eine von mehreren Studien zur Akte “KlimaHotel”. Das Pilotprojekt fokussiert in seinen Bestrebungen auf den von der Klimahaus Agentur definierten 3 Säulen des Zertifizierungskataloges des neuen Labels “KlimaHotel”.
Eingegraben und in leichter Hanglage nutzen die 11 Wohneinheiten, sprich Hotelzimmer, die isolierende Wirkung der Erdschicht die sie bedeckt zur Klimaregulierung – sowohl in den Sommermonaten, als auch im Winter.

Die intensive Dachbegrünung sorgt weiters für einen ungestörten Oberflächenwasserhaushalt. Wasser ist eine kostbare Ressource welche in diesem Fall nicht nur geschützt sondern auch genutzt wird. Die am Bauplatz gelegene Ganzjahresquelle mit konstanter Wassertemperatur soll mit einer Wärmepumpe gekoppelt werden und zum Energielieferanten für die Niedertemperaturheizung der einzelnen Einheiten werden. Dem Gedanken der Nachhaltigkeit wird mit der Vermeidung von Sandwichbauweisen Rechnung getragen. Alle Bauteile sollen zu jeder Zeit demontierbar und individuell recyclebar sein. Mal abgesehen von der Frage der Energieeffizienz, Klimahaus Klasse B ist wohl eher als Aufforderung zum besser machen zu verstehen, bleibt noch das Thema der Zersiedelung und die nicht gerade nachhaltige Nutzung der Ressouce Boden.

>> mehr Bilder zum Projekt hier
Das KlimaHotel Gütesiegel soll den Investoren, so die KlimaHaus Agentur, bereits in der Planung eine Orientierung für die Leistungsziele eines Gebäudes geben, die bei der Fertigstellung erreicht werden sollen. Gleichzeitig hilft es, den Energieverbrauch und die Kosten in der Nutzungsphase zu reduzieren. Die Auszeichnung ermöglicht dem Unternehmen den Gästen die Qualitätskriterien und den praktizierten Umwelt- und Klimaschutz glaubwürdig zu vermitteln.
Das erste “Klimahotel” wurde übrigens bereits prämiert: das “Bio Vital Hotel – Theiners Garten”
Der in Gargazon ressortartig, isoliert gelegene Hotelkomplex “Theiners Garten” steht baulich allerdings unübersehbar im krassen Gegensatz zur kleingliedrigen Dorfstruktur, “Nachhaltigkeit” und auch die vielgepriesene “Autentizität” wirken über den Gartenzaun hinaus und könnten – oder sollten, im Idealfall zumindest, die Umgebung bereichern. Nachhaltigkeit hat nicht zuletzt mit Angemessenheit zu tun, darum müssen auch Urbanistik und die Raumplanung als strategisches Entwicklungsinstrumente einen Platz in der Bewertung, Auszeichnung und Prämierung von “Nachhaltigen” Bauten der Tourismusindustrie finden. Oder anders gefragt: ist Nachhaltigkeit ein Versprechen an die Zukunft oder doch nur ein weiteres Marketing Label für den (Hotel-) Prospekt?
Die Bewertungsbereiche im Detail: mehr lesen…
Mediamarkt Österreich | umstrittene "Lulu" Kampagne | Weihnachten 2009
Weihnachtsgeschenke | eine sozial-anthropologische Beobachtung
Es gibt ein grundlegendes Prinzip, welches für das Funktionieren der Weihnachtsgeschenkspraxis konstitutiv wirkt. Es ist dies der Imperativ „Du musst schenken.“ Für alle, die Weihnachten feiern, gilt dieser. Dadurch wird es unmöglich Weihnachtsgeschenke zu umgehen, insofern es äusserst unangebracht wäre, an einem Familienfest ein Geschenk nicht erwidern zu können. Es ist also die Reziprozität, welche das System der Weihnachtsgeschenke zum Funktionieren bringt und dieses am Leben erhält. Dieser Mechanismus wird dadurch wirksam, dass sich das Geben und Erhalten von Geschenken synchron abspielt; die Geschenke werden unter dem Weihnachtsbaum platziert und alle gleichzeitig geöffnet. Es ist also nicht möglich, abzuwarten, ob man etwas erhalten wird, um sich zu entscheiden, ob man selber etwas schenkt.
Das konstruierte System des Geschenktausches zu Weihnachten bietet einen Rahmen, der zwei ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen mag, die einerseits Elemente des Marktes und andererseits Elemente des Gabentausches enthalten, wobei eines davon stark überwiegen kann. Es ist nicht möglich zu sagen, ob Weihnachtsgeschenke eher ökonomischer oder sozialer Natur sind. Durch die Konstruktion und Formatierung des Systems ergeben sich gemeinsame Eigenschaften, die sich durch das Medium des Geschenkes ganz unterschiedliche ausdrücken lassen. Ein Geschenk beinhaltet simultan ökonomische und soziale Elemente. Eine Transaktion kann folglich auf einem Kontinuum zwischen Warentausch und Gabentausch eingeordnet werden.
Wie muss nun also das Weihnachtsgeschenkssystem als Ganzes verstanden werden? Lässt sich dieses überhaupt als einheitliches Ganzes beschreiben? Prinzipiell ist es eine sozial konstruierte und formatierte Plattform, mittels welcher unterschiedliche Dinge ausgedrückt werden können. Sie kann zur ökonomischen Umverteilung zwischen Eltern und Kindern genutzt werden, aber auch dazu, seinen Partner im Status als solcher zu bestätigen.
Mediamarkt Österreich | umstrittene "Lulu" Kampagne | Weihnachten 2009
Bei der Geschenkbeziehung zwischen Eltern und Kindern überwiegt der ökonomische Teil stark. Dennoch gibt es natürlich Elemente, die eher dem Gabentausch entstammen. Ein liebevoll hergestelltes Geschenk eines Kindes erfreut natürlich die Eltern und bestätigt auch ihren Status als solche, obwohl dies eigentlich nicht nötig wäre. Auch in der anderen Geschenkbeziehung zwischen Liebespaaren lassen sich Elemente des Marktes finden, obwohl diese eher dem Gabentausch zugeordnet werden müssen. Die Funktion des Geschenks besteht ganz klar darin, die Beziehung zu reproduzieren, was die klassische Definition einer Gabe beinhaltet. Aber auch hier ist das entgegengesetzte Konzept des Marktes in der Transaktion enthalten. In gewisser Weise lässt sich zum Beispiel mangelnde Originalität schön kaufen. Der Geldbetrag, der für ein Geschenk ausgegeben wurde, vermag in einer gewissen Weise den Wert der Beziehung auszudrücken. Insgesamt ist aber der Geschenktausch zwischen Eltern und Kindern klar ökonomisch geprägt und derjenige, zwischen Liebespaaren basiert stark auf der Gabe.
Das Geschenk von Eltern an ihre schulpflichtigen Kinder zeichnet sich dadurch aus, dass es von grosser ökonomischer Bedeutung ist. Die Kinder, die zur Schule gehen, verfügen in der Regel über kein oder nur wenig eigenes Geld. Für sämtliche Dinge des täglichen Gebrauchs kommen die Eltern auf. Die Kinder werden also durch das Jahr hindurch mit Essen, Kleidung und anderen Dingen, die sie brauchen, eingedeckt. Viele Eltern lassen sich aber nicht darauf ein, ihren Kindern Luxusgüter einfach so zu kaufen. Insofern bietet das Weihnachtsgeschenk eine Möglichkeit für die Kinder, Luxus zu konsumieren und für die Eltern ein Medium, diesen den Kindern zu ermöglichen. Die starke ökonomische Bedeutung dieser Geschenkbeziehung zeigt sich auch darin, dass diese Geschenke ab einem gewissen Alter der Kinder auch durch Bargeld ersetzt werden können. Wird dies nicht getan, haben die Kinder aber fast immer die Möglichkeit, sich zu wünschen, was sie wollen. Insofern ist dieses Geschenk auch ökonomisch berechenbar für die Kinder. Die Praxis des sich etwas wünschen unterscheidet sich für die Kinder nur dadurch vom selber einkaufen, als dass sie nicht selber in den Laden gehen und die Ware nicht selbst bezahlen.
Das Gegengeschenk von Kindern an die Eltern hat meist keinen ökonomischen Wert. Es würde ja keinen Sinn machen, die Eltern um einen Geldbetrag zu bitten, um anschliessend damit etwas Wertvolles für sie zu kaufen. In dieser Geschenkbeziehung sind selbst gemachte Geschenke sehr beliebt.
Das Weihnachtsgeschenk zwischen Eltern und Kindern zeichnet sich also insgesamt dadurch aus, dass es sehr ökonomisch geprägt ist; für viele Kinder bedeutet es, mit dem Geburtstagsgeschenk zusammen genommen, gar die einzige Möglichkeit, die Angebote des Marktes individuell zu nutzen.
Mediamarkt Österreich | umstrittene "Lulu" Kampagne | Weihnachten 2009
Die zweite Tauschbeziehung, die es zu analysieren gilt, ist diejenige von Liebespaaren. Hierbei stehen sich zwei erwachsene Personen gegenüber, die in der heutigen Zeit oftmals auch ökonomisch unabhängig voneinander sind. Wie wird nun in dieser Konstellation geschenkt? Die Geschenke können teuer oder billig, gross oder klein, materiell oder immateriell sein; gemein ist ihnen, dass sie originell sein müssen. Frau oder Mann kann durch ein unpassendes Geschenk stark gekränkt werden. Es gibt natürlich Geschenke, die eher für eine Frau passen und umgekehrt, prinzipiell sind aber die Geschenke in beide Richtungen gleich. Was ist nun also die Bedeutung dieser Geschenke? Es geht darum, eine soziale Beziehung zu produzieren und zu reproduzieren.
BIPA | Kampagne Weihnachten 2009 | >Klick< zum TV Spot
Das Geschenksystem zwischen Mann und Frau muss in einem grösseren Kontext betrachtet werden. In einer Liebesbeziehung spielen Geschenke unabhängig von Weihnachten eine wichtige Rolle. Bei einer ersten Verabredung ist es beispielsweise angebracht, wenn der Mann Blumen schenkt, bei einer zweiten kocht die Frau möglicherweise und beim dritten Treffen wird die Frau zum Essen eingeladen. An Weihnachten wird nun diese existierende Geschenkbeziehung, innerhalb des bestehenden Tauschsystems, fortgeführt. Der Sinn davon unterscheidet sich nicht von dem, der anderen Geschenke. Sie sind Ausdruck der gegenseitigen Zuneigung, Symbol der Liebe und reproduzieren die Beziehung. Sie bestätigen also den Status zwischen den beiden Partnern und sind von konstitutiver Wichtigkeit in einer Beziehung. Würde ein Partner kein Weihnachtsgeschenk von seinem Gegenüber erhalten, wäre dies in den meisten Fällen eine deutliche Aussage dafür, dass mit der Beziehung etwas nicht in Ordnung ist.
BIPA | Kampagne Weihnachten 2009
Wie ist nun die ökonomische Bedeutung dieser Geschenke zu verstehen? Der ökonomische Wert des Geschenks kann eine Rolle spielen. Bekommt ein Partner ein offensichtlich billiges Geschenk, wird er sich vielleicht schon Gedanken darüber machen, ob die Beziehung dem anderen nicht mehr Wert sei. Wie schon erwähnt ist aber die Originalität des Geschenks, ab einem gewissen ökonomischen Wert, von grösserer Bedeutung. Mit einem sehr passenden Geschenk zeigt der Partner, dass er sein gegenüber versteht und die Wünsch des anderen von den Lippen ablesen kann. Insofern ist es in dieser Tauschbeziehung normalerweise nicht üblich, dass man seine Wünsche offen formuliert. Dass dieses Geschenk nicht von großer ökonomischer Bedeutung ist, zeigt sich auch darin, dass es nicht durch Bargeld ersetzt werden kann. Es wäre eine grosse Beleidigung innerhalb einer Liebesbeziehung, Geld zu schenken. Einerseits wäre es das einfallsloseste, unoriginellste Geschenk, das man machen kann und würde somit dem Partner nicht den gebührenden Respekt ausdrücken. Andererseits würde es auch grundlegend die Gleichberechtigung in der Beziehung in Frage stellen, insofern Geld als Geschenk die finanzielle Abhängigkeit des Rezipienten impliziert, wie dies zwischen Eltern und Kindern der Fall ist. Selbst bei einer tatsächlichen finanziellen Abhängigkeit, etwa bei der eines Hausmannes von seiner arbeitenden Frau, wäre es eine Beleidigung, die Verhältnisse derart offen zur Schau zu tragen. Es ist zwar nicht korrekt dieser Form des Weihnachtsgeschenks jegliche ökonomische Bedeutung abzusprechen, dennoch lässt sich sagen, dass diese eine sehr untergeordnete Rolle spielt und dass die soziale Bedeutung von weitaus grösserer Wichtigkeit ist.
Das Rätsel der Gabe | Ein Schwein macht zwei Muscheln | Artikel in “die Zeit”
Nach so viel Theorie bleibt nur noch die Frage nach “was wird eigentlich geschenkt?”
Laut der aktuellen Studie des rennomierten Consultingunternehmens Ernst & Young wird das Weihnachtsgeschenk-Ranking vom Buch angeführt, es folgen Gutscheine und Geld auf Platz zwei, an dritter Stelle findet man Kleidung – gefolgt von: CD&DVD’s, Lebensmittel und Süßwaren, Spielwaren, Kosmetika, Unterhaltungselektronik, Events & Veranstaltungen, auf Platz 10 landet Schmuck, …
und zu guter Letzt: “welche Geschenke werden eigentlich am meisten gewünscht?”
Elektronische Geschenke sind die Sieger des Jahres was Weihnachtsgeschenke angeht: sie werden von den meisten gewünscht. 16% der Befragten wünschen sich Elektronik zu Weihnachten. Darunter sind Spielkonsolen, LCD-Fernseher, Handys und Laptops die populärsten Geschenke. DVDs und Bücher werden von knapp 12% der Befragten gewünscht. Dannach folgen unkäufliche Geschenke wie Gesundheit, Frieden und Liebe mit knapp 11%.
Zu beachten ist, dass 15% der Befragten wunschlos glücklich sind.
“Lulu” Kampagne | Reaktion des Österreichischen Werberates: mehr lesen…
MTV UK | TV Spot | Kampagne gegen Alkohol am Steuer
Driving Home for Christmas …aber wie?!
Alkohol und Autofahren ist tabu: wie vielen bekannt, wird In Italien, jedoch besonders Konsequent in Südtirol, dem Gesetztesbrecher neber einer überzogenen Geldstrafe nicht nur der Führerschein entzogen sondern per Gesetz sogar das eigene Fahrzeug enteignet. Grund genug um künftig für die Südtiroler und Südtirol-Gäste ein abendliches oder auch ganztägiges Beförderungssystem anbieten, welches über die derzeit üblichen Shuttle-Busse und teuren Mietautos hinausgeht . Ein funktionierendes Taxisystem ist hierzulande nämlich, obwohl anscheinend im 21ten Jahrhundert angekommen, immer noch keine Realität.

Südtirol: Ruft man an Wochentagen abends nach einem Taxi kann man sich glücklich schätzen wenn am anderen Ende jemand das Telefon abnimmt. Ruft man am Freitag oder Samstag Abend in Südtirol nach einer Taxe (meist eh nur ein Mietauto mit Fahrer), ist es ähnlich oder erhält im besten Fall die Antwort: “…Ihr müsst halt eine halbe Stunde warten…”. Kommt das Mietauto endlich, wird man vom meist muffeligen Fahrer zum schnellen Einsteigen und nach Erreichen des Zieles zu einer saftigen Zahlung aufgefordert. DieWerkBank wünscht sich vom Christkindl die Demokratisierung des Taxidienstes in Südtirol – und dies nicht nur für die Weihnachtszeit.

21. Dezember, Winterbeginn. Schneetreiben draußen vor den Fenstern, Stille breitet sich übers Land, eisiger Wind aus Sibirien läßt Europa vor Kälte erstarren, Südtirol kann auf weiße Weihnachten hoffen. Ein Wintermärchen – 3 Positionen – ein Vergleich:

Winter in der Schweiz | We do whatever it takes to make your holiday perfect
Charisma, authentische Selbstsicherheit und Ausstrahlung gepaart mit dem offenen Bekenntnis zu stereotypischen Wunschbildern machen diesen Werbespot zu etwas ganz besonderen. Es wird nicht die übliche heile Welt vorgegaukelt, vielmehr wird der Servicegedanke in den Mittelpunkt gestellt: die Befriedigung der romantisch verklärten Erwartung. Zu viel Ehrlichkeit? So viel Charme, Nonchalance, Natürlichkeit und Standhaftigkeit, umspielt von einer kräftigen Brise Humor und Selbstironie, verfehlt ihre entwaffnende Wirkung wohl kaum. Das Versprechen bleibt: We do whatever it takes to make your holiday perfect.

Winter in Tirol | Moments and Traces
Momente, Spuren und die großen Fragen des Lebens. Die Tiroler suchen ihre Spuren im Märchenhaften, schwenken weiter vom Archaischen ins Alltägliche und wieder zurück ins erhaben Mystische. Unaufgeregt vergehen die Momente die von jedem selbst mit Sinn erfüllt werden können. Ist es Poesie oder nur der stetige Fluß der Zeit? Fragen denen man sich dann in Tirol stellen kann – aber nicht muß. Die Antwort kennt nur der Wind.

Winter in Südtirol | ohne Titel
…oder “the sun always shines on TV”.
Südtirol verlässt sich in seinem Winter-Promofilm auf schöne Bilder, einer lieblichen Melodie und viel Sonnenschein. Wie schwerelos gleitet man über die unendlichen menschenleeren Weiten einer verheisungsvollen Welt, dem gelobten Land, voller Reinheit und Licht … enthoben von Raum und Zeit.
Winterlandschaft | Christian Friedrich Hebbel
Unendlich dehnt sie sich, die weisse Fläche,
bis auf den letzten Hauch von Leben leer;
die muntern Pulse stocken längst, die Bäche,
es regt sich selbst der kalte Wind nicht mehr.
Der Rabe dort, im Berg von Schnee und Eise,
erstarrt und hungrig, gräbt sich tief hinab,
und gräbt er nicht heraus den Bissen Speise,
so gräbt er, glaub’ ich, sich hinein ins Grab.
Die Sonne, einmal noch durch Wolken blitzend,
wirft einen letzten Blick auf’s öde Land,
doch, gähnend auf dem Thron des Lebens sitzend,
trotzt ihr der Tod im weissen Festgewand.

Das Holzinnovationszentrum HIZ in der Steiermark hat einen Design- und Ideenwettbewerb zum Thema „Tanne“ ausgeschrieben und läd auch Südtiroler Interessierte herzlich zur Teilnahme ein.

Tannenholz hat ausgezeichnete akustische Eigenschaften. Nicht umsonst wird diese Holzart seit Jahrhunderten für den Instrumentenbau und akustisch anspruchsvolle Raumgestaltungen verwendet. Diese Eigenschaften stellt das Holzinnovationszentrum Zeltweg im Wettbewerb „Tannovationen“ in den Mittelpunkt.

Alice Tully Hall | NYC | Diller Scofidio & Renfro
Es können zwei unterschiedliche Projekte unabhängig von einander beim Wettbewerb eingereicht werden:
Projekt 1 „Birkfeld“: Objekt „Die Labyrinthe im Reich der Sinne“ - Das Tor zum Joglland. Entwurf für ein Veranstaltungs- und Ausstellungsgebäude mit einem mehrheitlichen Einsatz von Tannenholz
Projekt 2 „Zeltweg“: „Sport- und Veranstaltungszentrum im akustischen Einklang“ – Entwicklung von variablen/fixen Akustik-Designelementen aus Tannenholz am Beispiel der akustischen Sanierung der Tennishalle/Eishalle Zeltweg.
Als Preise winken je Kategorie 7.000 Euro, zusätzlich werden Sonderpreise vergeben. Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenlos und allgemein zugänglich. Einreichschluss ist der 10. Februar 2010.
“Le Grand Content”| Kurzfilm
Der Film “Le Grand Content” wurde von einem Blogger aus Graz auf YouTube gepostet und wurde von fast 1Mio Internet Usern abgerufen. “Le Grand Content”, schrieb der Filmkritiker Stefan Grissemann, “dürfte bereits jetzt zu den meistgesehenen österreichischen Filmen der letzten Jahrzehnte zu zählen sein”.
Die Grundlage zum Film lieferte das Weblog Indexed. Dort postet die US-Autorin Jessica Hagy seit August 2006 beinahe täglich Karteikarten mit Diagrammen und Tortengrafiken. Hagys Karten flossen auch direkt in “Le Grand Content” ein. “Wir wollten ausgehend von dieser Idee eine filmische Assoziationskette schaffen”, sagt Kogler.
“‘Le Grand Content’ untersucht die allgegenwärtige Powerpoint-Kultur auf ihr philosophisches Potenzial. Schnittmengen und Diagramme werden zu einem wahren Assoziationskettenmassaker zusammengestellt, das sich die Aufgabe stellt, alle Fragen des Universums und noch ein paar mehr zu beantworten, und darin natürlich grandiosest scheitert, aber in diesem Scheitern dennoch ein paar bezaubernde Zwischentöne inmitten der großen Themen Tod, Kabel-TV, Gefühle und Hamster erschafft”

Kogler und Szmit, die beide an der Linzer Kunstuniversität studieren, wollen YouTube auch künftig zur Verbreitung ihrer Arbeiten nutzen. Die Möglichkeiten der Plattform für die Verbreitung von Filmen beurteilt Kogler als “prinzipiell gut”. Über YouTube ließen sich auch Leute erreichen, die “nicht im Kunstkontext sind”, sagt Kogler. “Wenn der Film auf YouTube ist, gehört er schon der Allgemeinheit. Das darf einen natürlich nicht stören.”

Der Südtiroler Künstlerbund veranstaltet in diesem Jahr zum ersten Mal eine Kunstauktion, bei der SKB Mitglieder ausgewählte Arbeiten einem breiten Publikum vorstellen und zum Kauf anbieten. Dreiundsechzig Künstlerinnen und Künstler bieten insgesamt über 150 Werke an, es sind dies Arbeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen der Kunst und reichen von Plastiken über Objekte, Ölmalerei, Zeichnungen oder Druckgrafiken bis hin zu Performances. Das zur Auswahl stehende Spektrum reflektiert die Bandbreite der aktuellen Kunstszene Südtirols. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich auf das spannende Terrain der Versteigerungen zu begeben, um ausgewählte Südtiroler Gegenwartskunst kennen zu lernen und zu fairen Preisen zu erwerben.

Am 17. Dezember wird Katrin Stoll, Inhaberin und Geschäftsleiterin des renommierten Auktionshauses Neumeister bei den Pinakotheken in München die Versteigerung in der Galerie Prisma in Bozen leiten. Als besondere Zugabe bieten wir durch die Sonderaktion “Jung und Neu” Jungsammlern und Neueinsteigern auf dem Gebiet der Kunst die Chance, um den einmaligen Ausrufpreis von 300 Euro Arbeiten bekannter Künstlerinnen und Künstler zu ersteigern.
Zur Aktion erscheint ein Katalog, in dem alle Werke samt Bildbeschreibungen und Ausrufpreisen angeführt sind. Die Vorbesichtigung findet am 14.– 15.12.2009 jeweils von 10- 12.30 & 16.00 – 19.00 Uhr statt. Kunstfreunde und Sammler sollten diese einmalige Gelegenheit nutzen und am 17. Dezember um 18 Uhr in der Galerie Prisma mitbieten oder bereits jetzt Online unter www.neumeister.com oder per Telefon +39 0471 977037.




Ansicht der beiden neu gestalteten Tunnelportale | Piedicastello, Trient







