Zum Inhalt springen

>> Die große Kunst, ein kleines Haus zu bauen

30/10/2013

7. Südtiroler Architekturpreis

15/10/2013

SÜDTIROLER ARCHITEKTUR PREIS

7. Südtiroler Architekturpreis

>> Publikumspreis

Der Südtiroler Architekturpreis wird alle zwei Jahre von der Architekturstiftung Südtirol ausgeschrieben und es werden herausragende Objekte in Südtirol prämiert, welche seit 2008 fertig gestellt wurden.
Heuer gibt es zum ersten Mal auch den Publikumspreis. Eine Jury hat aus den insgesamt 149 Einsendungen die besten vier je Kategorie (public, housing, office & industry, tourism, open spaces, interior und renovation) ausgewählt. Die insgesamt 28 Projekte sind auf dieser Homepage veröffentlicht. Wir bitten Sie, sich diese anzusehen und bis zum 18. November 2013 jenem Projekt ihre Stimme zu geben, das Ihnen am besten gefällt.

ARCHITEKTURPREIS SÜDTIROL PUBLIKUMS VOTING>> zum Voting

Die Preisträger werden am 21. November 2013  im Konzerthaus (Auditorium) Joseph Haydn in Bozen, im Rahmen des Festes der Architektur bekannt gegeben. Es werden ein 1. Preis, sieben Kategorienpreise und der Publikumspreis vergeben.

7. ARCHITEKTURPREIS SÜDTIROL PUBLIKUMS VOTING

>> Ein Kaufhaus für Bozen _____________________

06/03/2013

SIGNA_BOZEN KAUFHAUS BENKO AUTOBUSBAHNHOF HOTEL ALPI

Bozen ist wohl eine der einzigen Landeshauptstädte die über kein Einkaufszentrum oder Kaufhaus verfügen. Was andernorts als notwendige und selbstverständliche Infrastuktur angesehen wird, wurde hierzulande seit Jahrzehnten als Teufelswerk für eine werteverfallene konsumgeile  Gesellschaft gesehen. Südtirol wurde von Politik und einer kleinen aber mächtigen Kaufleutelobby krampfhaft davor geschützt – bis heute. Nur multinationale Konzerne würden davon profitieren, die Kleingliedrigkeit der alteingesessenen Bozner Geschäfte sollte verteidigt werden. Der Kampf David gegen den vermeintlichen Goliath werde mit Inbrunst gefochten. Mit Erfolg? Nun, es gibt zwar immer noch kein Kaufhaus, doch wie schaut es in der stolzen Einkaufsmeile zwischen Lauben und Museumstrasse wirklich aus? Traditionsreiche Läden und Geschäfte wurden konsequent, nach und nach von Billigmodeketten verdrängt – schließlich gab und gibt es für diese Franchising Unternehmen keine sinnvollen, alternativen Standorte. Egal ob Footlocker, Tally Weijl, Benetton oder Intimissimi. Von dem was eigentlich geschüzt hätte werden sollen ist kaum etwas übrig geblieben. Ganz im Gegenteil, es sind nicht nur die Läden verschwunden, es hat sich auch das Einkaufsverhalten der Bevölkerung geändert. Heute fährt man kurzerhand nach Innsbruck oder Trient, Rovereto oder Affi um “vernünftig zu Shoppen”. Mit dem Argument mehr Auswahl zu kleineren Preisen geben allein in Innsbruck Südtiroler jährlich 500 Mio. Euro aus.

Soll nun alles anders werden? Ein großes innerstädtisches Kaufhaus mit internationalen Marken, ein Hotel, Wohnungen und Büros, einen unterirdischen Busbahnhof und eine zusammengeschlossene Großparkgarage: Das alles will der Tiroler Investor Ren­é Benko in Bozen innerhalb von drei Jahren bauen. Nachdem er dieses Vorhaben am Dienstag der Bozner Stadtregierung präsentiert hat, zeigt­e er am Nachmittag vor Journalisten seine Ideen für eine „Stadt­erneuerung“ zwischen der historischen Altstadt und dem Bahnhof in Bozen. Der Entwurf sei mit dem städtebaulichen Masterplan Bozens sowie mit den Überlegungen zur Bebauung des Projekts Neues Bahnhofsareal abgestimmt, erklärte Benko.

CHIPPERFIELD BENKO KAUFHAUS BOZEN

Die Fakten: 180 Mio. Eur­o will Benkos Signa investieren, das Shoppingcenter soll 115.000 qm groß werden und 700 Jobs schaffen. Über Details und das weitere Prozeder­e (Genehmigungen) sprach Benk­o nicht – es gehe nun an die „Detailplanung“. Der Entwurf sei mit dem städtebaulichen Masterplan abgestimmt. Ziel sei es, die Stadt zu beleben, Zentrum und Bahnhofsgegend sollten zusammenwachsen.

Optisch erinnert das Projekt „Kaufhaus Bozen“ stark an sein erklärtes Vorbild, das Kaufhaus Tyrol in Innsbruck. Dieses beschrieb Benko den Südtirolern als „Vorzeigeprojekt“. Im Rahmen der ICSC European Conference 2010 wurde in Paris dem Kaufhaus Tyrol der Titel „Bestes Einkaufszentrum Europas“ verliehen. Der ICSC Award ist kein Architekturpreis: als Kriterien gelten neben Architektur vor allem die Qualität der Entwicklung und Umsetzung des Projektes, der Mietermix, das Management, die Nachhaltigkeit, Marketing und Kommunikation sowie Erfolg bei den Handelsumsätzen des Shoppingcenters und dessen Akzeptanz bei den Kunden. Geplant hat die Bozner Abwandlung erneut der Londoner Star­architekt David Chipperfield. Er zeigte gestern in Bozen, wie auf sechs Etagen Geschäfte, ein Hotel, Büros und Wohnunge­n entstehen sollen. Benko buhlte am Dienstag außerdem um die Teilnahme an einem Verkehrsgroßprojekt: Der Tiroler will auch bei der geplanten Gesamterneuerung des Bahnhofs mitmischen.

HOTEL ALPI BUSBAHNHOF BENKO SIGNA CHIPPERFIELD KAUFHAUS BOZEN

Mögliche Widerstände gegen sein Einkaufszentrum sieht er betont gelassen. Solche gebe es bei jedem Projekt, meint­e er: „Wir sind Diskussionen gewohnt.“ Freilich: In Südtirol ticken die Uhren beim Thema Shoppingcenter seit jeher anders als in Österreich. Nach jahrelangen Diskussionen rang man sich erst 2011 zu einem „Landeseinkaufszentrum“ am Stadtrand durch – dem „20twenty“. Dieses sieht Benko kritisch: „An der Peripherie hilft es Bozen als Einkaufsstadt nicht.“ Er versicherte, dass die Politik seinem Projekt „sehr positiv“ gegenüberstehe.

Für Tirols Wirtschaft freilich bedeutet der Bau wohl einen heftigen Angriff, lassen Süd­tiroler Einkaufstouristen doch pro Jahr rund 500 Mio. Euro in Tirol – vor allem in den großen Einkaufszentren wie etwa dem dez. Benko bezifferte das Einzugsgebiet für das „Kaufhaus Bozen“ zwischen Brenner und Affi mit einer halben Million Menschen. Im historischen Altstadt-Palais Menz, das Benko, wie berichtet, um 6,2 Mio. Euro gekauft hat, soll ein „Multibrand-Store“ entstehen – ein Geschäft über mehrere Etage­n, in dem verschiedene Marken vertreten sein sollen.

Die Unternehmensgruppe gehört bereits seit geraumer Zeit zu den großen privaten Immobilieneigentümer in den Innenstädten von Wien und Innsbruck. Im Dezember 2012 erwarb der Tiroler Investor Rene Benko mit seinem Immobilienunternehmen Signa für schlappe 1,1 Milliarden Euro das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe und weitere 16 von Karstadt betriebene Warenhäuser. Alleine für das KaDeWe sollen 500 Millionen Euro gezahlt worden sein. Das KaDeWe empfängt mit seinen 60.000 Quadratmetern täglich bis zu 180.000 Kunden aus aller Welt und ist das größte Kaufhaus Kontinentaleuropas. Der 1907 eröffnete und zuletzt 2004 umgebaute Einkaufstempel erstreckt sich über sieben Etagen. Betreiber bleibt Karstadt. Mit dem Kauf wurde Signa auf einen Schlag zu einem der größten Unternehmen für innerstädtische Kaufhäuser in Deutschland. „Der Kauf bedeutet einen weiteren Meilenstein in der Unternehmensgeschichte“, hieß es in der Aussendung des Unternehmens. Bereits seit 2010 ist die Signa Holding stolzer Besitzer eines der attraktivsten deutschen Neubau-Büroimmobilien Deutschlands. Für rund 230 Millionen Euro erwarb die Düsseldorfer SIGNA Property Funds die neue Konzern-Zentrale der Deutschen Börse AG in Eschborn bei Frankfurt. Bei der Kaufsumme handelte es sich um den zweithöchsten Immobilien-Abschluss in Deutschland im Jahr 2010.

>> Genius Loci – der Geist des Ortes

18/02/2013

SMACH. Constellation of art, culture & history in the Dolomites

SMACH. Constellation of art, culture & history in the Dolomites

Internationaler Wettbewerb: Gesucht werden Kunstinterventionen und Werke für bestimmte Gegenden, Orte und Gebäude im Raum St Martin in Thurn. Mehr unter www.smach.it

Kraft, Ausstrahlung, Atmosphäre, Stimmung …ein ganz besonderer Ort – ihm scheint ein besonderer “Geist” inne zu wohnen, der wenn man so will, seelisch wirksam ist und diesen Ort über den Zustand des reinen ästhetisch-schönen hinaus und heraus hebt – der GENIUS LOCI. In der Tradition des monotheistischen Christentums wird der Begriff Geist allerdings anders definiert, und zwar als eine nicht genau zu bestimmende Spiritualität. In diesem Sinne bezeichnet genius loci die geistige Atmosphäre eines Ortes, die durch den Geist der Menschen geprägt sein soll, die sich dort aufgehalten haben oder noch aufhalten.

Richtig verständlich wird die anfängliche Genius Loci-Vorstellung erst vor dem Hintergrund, dass der damalige Mensch in seiner archaisch- mythischen Welt noch kein klares ICH ausgebildet hatte und sich von seiner ihm umgebenden Umwelt noch nicht in dem Rahmen gelöst hatte wie wir es heute getan haben. In dieser Zeit ordnete sich der Mensch mehr der Natur bzw. den beseelten und damit numinosen (göttliches Walten/Wirken) Orten unter. Durch den mit den Religionen auftretenden Erlösungs- oder Befreiungsgedanken des Geistes/Seele und des damit verbundenen Monotheismus, wandelt sich der Genius-Loci-Begriff erneut. Es kommt zu einer “Überbauung”, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Im Christentum werden über die “heidnischen” Wohnsitze der Ortsgeister quasi durch Überbauung ihrer Sitze durch christlich-sakrale Bauten wie Kirchen, Kapellen und Klöster “transformiert”, wobei die Existenz der Ortsgeister nicht angezweifelt wird.

Mit Beginn der Epoche der Aufklärung im 17./18. Jahrhundert beginnt der größte Bruch mit dem ursprünglichen Genius-Loci-Begriff. Für den aufklärerisch denkenden Menschen waren Natur und Landschaft unbelebt und die Suche nach einem Genius Loci deshalb zwangsläufig sinnlos – Orte bekommen nur Seele und Charakter durch den sie gestaltenden Menschen.

>> Höhenrausch und Schwindelgefühl

Auch hinter dem heutigen Genius-Loci Begriff verbirgt sich ein architektonisches Konzept, in dem versucht wird, Architektur und Landschaft wieder in eine harmonische Verbindung zu bringen. Wichtige neue Ansätze und Anstöße gibt der Architekt und Architekturtheoretiker Christian Norberg-Schulz in seinem Buch “Genius Loci – Landschaft, Lebensraum, Baukunst“. Darüber hinaus wird der Begriff in Geomantie und in den verschiedensten Disziplinen wie Religionswissenschaft, Archäologie, Ökopsychologie, Garten- und Landschaftsgestaltung verwendet. “Die Palette dessen,” so Robert Kozljanic, “ was Genius loci sein soll, reicht dabei von der rein metaphorischen und rhetorischen Bedeutung des Wortes über die geschichtliche eines an einem Ort erscheinenden “Zeitgeistes” und eines soziokulturell konstruierten “Ortsgeistes”, ferner über die Bedeutungen von ökologischen, ästhetischen und synästhetischen Qualitäten von Orten bis hin zu ortsgebundenen “Energiefeldern” und “ortsansässigen” Naturgeistern”.

smach

Den Geist des Ortes zu spüren oder gar zu erkennen braucht es allerdings eine gewisse Sensibilität, Muse und – Zeit. Der von der Tourismusindustrie auf Konsum getrimmte Gast kann und soll, ja darf seine Zeit nicht mit gepflegtem Sinnieren vergeuden – andererseits soll er gezielt positive Eindrücke, vermeintliche Erlebnisse – wie Postkartenmotive – speichern und mit Nachhause nehmen. Inszenierung im Tourismus ist das neue Schlagwort. so steht im “Inszenierungsmasterplan für den Kanton Graubünden” zu lesen: “Der Gast von heute ist in einer Welt von Comics und Filmen aufgewachsen. Da er keine Geschichten, die er in einem Buch liest, in seinem Gehirn in Bilder umwandeln kann, bedarf es heute anderer Hilfestellungen, auch bei der Aufbereitung von Natur und Kultur. Naturschönheiten und kulturelles Erbe müssen ebenso anders präsentiert werden wie der Genuss in Restaurants oder der Aufenthalt in einer touristischen Beherbergungsstätte”.

SMACH. Constellation of art, culture & history in the Dolomites

Dauer des Projektes: Januar 2013 – September 2013

Einsendeschluss für die Vorschläge: 31. März 2013

Organisation und Koordinierung: Assoziaziun Turistica San Martin de Tor / Tourismusverein St. Martin in Thurn, mit der Unterstützung anderer Kulturvereinigungen, die örtliche Interessen und eine sprach- und grenzübergreifende Kooperation verfolgen und fördern

Inhalt des Projektes: Für fünfzehn Gegenden, Örtlichkeiten bzw. Plätze von kulturellem und historischem Wert auf dem Gemeindegebiet von St. Martin in Thurn werden Kunstwerke bzw. Installationen und Interventionen von Künstlern und Künstlergemeinschaften geschaffen, die das Interesse der Menschen wecken sollen für die Kunst selber als Mittel der Wahrnehmung und Vermittlung von Inhalten sowie als Anziehungpunkt und Treiber einer möglichst breiten und tiefen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und Gegenwart, der Geschichte, der Tradition, der Architektur und auch Natur des Ortes bzw. des Platzes. Es handelt sich um folgende Gegenden und Orte: >> klick

>> Anmeldung

>> Der Coutdown läuft ____________________

22/01/2013

GAM 2013

Schluss mit der Winterlethargie – der Schnee ist da!
Die Schneeflocken fliegen wieder durch die Lüfte und verwandeln das Land in ein Winterwonderland. Das lässt jedes Ski- und Snowboarderherz höher schlagen. Noch ein Grund mehr sich auf die nächsten GAM open zu freuen – Ski und Snowboard gewachst und ab geht es nach Garmisch-Partenkirchen!
Der Countdown läuft – in Kürze ist es soweit für die 8. German Architects Masters. Meldet euch jetzt noch schnell an und seid mit von der Partie. Freut euch auf jede Menge Hüttengaudi, Pistenspaß und – so Petrus will – ganz viel Sonnenschein und Pulverschnee!
See you in GAP vom 7. bis 10. Februar!

>> Ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2013!

31/12/2012

 

>> Hut ab vor … Chapeau der Kunstmarkt

11/12/2012

178480_468012446583915_1259500461_o

Chapeau ist ein Kunstmarkt der internationalen Kunststudenten die Möglichkeit bietet ihre Projektarbeiten, Zeichnungen oder Skizzen zu präsentieren. FINELINE Artconsult und die Agentur missmargo schaffen für den Besucher einen neuen Zugang zu junger und unvergleichbarer Kunst, die bereits zu zweistelligen Eurobeträgen erhältlich ist. Wenn auch Sie hineinschnuppern wollen in die Welt der Details und Feinheiten, dann kommen Sie vorbei Das Palais Trapp bietet vom 14. – 16. Dezember 2012 täglich von 10:00 bis 19:30 Uhr eine bezaubernde Kulisse in der Innsbrucker Innenstadt.

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 90 Followern an